| HANDELSBLATT, Mittwoch, 5. März 2008, 18:02 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Chancen für deutsche Unternehmen | ||||||||||||||||||||||||
Dem Euro-Kurs sei Dank | ||||||||||||||||||||||||
Von Matthias Eberle und Robert Landgraf | ||||||||||||||||||||||||
Der Euro steigt und steigt. Während die Politik um die europäische Wettbewerbsfähigkeit bangt, entdecken Unternehmen die Chancen eines niedrigen Dollar-Kurses: Sie kaufen in den USA kräftig und günstig ein. Und auch die Produktion in Übersee wird immer attraktiver. | ||||||||||||||||||||||||
NEW YORK/FRANKFURT. Der steigende Euro-Kurs birgt für die deutsche Wirtschaft nicht nur Risiken. Zwar klagen Unternehmen wie BMW Die Sorge vor einer Rezession in den USA hat den Euro am Mittwoch erstmals über 1,53 Dollar getrieben. Die Gemeinschaftswährung stieg am Nachmittag kurz auf 1,5302 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit seiner Einführung 1999. Nach Ansicht von Finanzexperten sind US-Unternehmen nicht nur wegen des sinkenden Dollar-Kurses attraktiv. Der starke Kursverfall einzelner Werte an den US-Börsen reizt zusätzlich zum Kauf: "Wer in den USA Fusionen und Übernahmen anstrebt, sollte es jetzt tun", rät Jean Manas, M&A-Chef der Deutschen Bank Trotz der Tatsache, dass sich deutsche Konzerne in den USA regelmäßig schwertun (Beispiel Daimler -Chrysler), haben sie schon in den vergangenen Monaten beherzt zugegriffen. Die Statistik des Finanzdatenanbieters Dealogic listet seit Januar 2007 fast 60 deutsche Zukäufe von US-Firmen auf, mehr als in den Jahren zuvor. Die prominentesten: Siemens Experten rechnen damit, dass sich der Trend zur Schnäppchenjagd bei einem Euro-Kurs oberhalb der Marke von 1,50 Euro forcieren wird. Die Deutsche Bank Lesen Sie weiter auf Seite 2: Autokonzerne produzieren billiger in Übersee | ||||||||||||||||||||||||
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