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09.04.2008 

Um den Standort Bangladesch für ausländische Investoren attraktiver zu machen, hat die Regierung bereits in den 80er Jahren die ersten Exportförderzonen gegründet. Inzwischen gibt es acht "Export Processing Zones" (EPZ), in den nächsten Jahren sollen weitere zehn hinzukommen. Bislang wurden laut Bangladesh Export Processing Zones Authority (BEPZA) zwei genehmigt, die bis Ende 2009 den Betrieb aufnehmen dürften. Bei den EPZ handelt es sich um Mischzonen, in denen sich überwiegend Unternehmen aus der Textil- und Bekleidungsindustrie aber auch anderen Branchen wie der Kfz-Zulieferindustrie und der Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) angesiedelt haben.

Laut BEPZA stammen die meisten Investoren aus Japan, Korea (Rep.) und der VR China. Die Behörde möchte künftig verstärkt Unternehmen aus Europa für eine Ansiedlung in den bangladeschischen Exportförderzonen gewinnen. Zudem soll sich der Branchenmix zugunsten technologiegetriebener Sektoren wie Kfz, Elektronik, Nahrungsmittelverarbeitung und ITK verschieben. Auch Ansiedlungen von Dienstleistungsbranchen wie Business Process Offshoring (BPO) oder Software-Entwicklung sollen stärker gefördert werden, so der BEPZA-Vorsitzende Ashraf Abdullah Yussuf.

Die Behörde überlegt derzeit, ob die Gründung neuer EPZ künftig gemeinsam mit ausländischen Investoren im Rahmen von Public Private Partnership finanziert werden sollen. Bislang ist die BEPZA der einzige Betreiber der Exportförderzonen und für den Aufbau und die Bereitstellung der Infrastruktur zuständig. Investoren müssen je nach Region zwischen 1,00 und 2,75 Dollar Miete pro Monat für 1 qm Grundstück, Fabrikhalle und Lagerhalle zahlen. Hinzu kommen die Kosten für Wasser, Gas und Strom. Die durchschnittlichen Monatsgehälter liegen laut BEPZA je nach Qualifizierungsgrad zwischen 20 und 60 Dollar.

Im Gegenzug erhalten die Investoren eine Reihe fiskalischer und nicht-fiskalischer Vergütungen. Darunter eine zehnjährige Steuerbefreiung auf Unternehmensgewinne, die zollfreie Ein- und Ausfuhr von Maschinen, Vorprodukten und Rohstoffen sowie die vollständige Repatriierung von Gewinnen und Dividenden. Zudem dürfen 10 Prozent der Produktion auf dem lokalen Markt abgesetzt werden. Im Finanzjahr 2006/07 lag das Exportvolumen der bangladeschischen EPZ bei 2,1 Mrd. Dollar. Für das laufende Finanzjahr rechnet die BEPZA mit einem weiteren Anstieg auf 2,5 Mrd. Dollar. Die Investitionen ausländischer Unternehmen innerhalb der EPZ verzeichneten im 1. Halbjahr 2007/08 ein Plus gegenüber der Vorjahresperiode von 135 Prozent.


Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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