Nach IKB
und SachsenLB hat nun auch die HSH Nordbank Probleme im Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise eingeräumt. Mit 1,8 Mrd. Euro ist die Landesbank nach eigenen Angaben im eingebrochenen Markt für US-Hypotheken engagiert. Doch die HSH Nordbank beschwichtigt - und hält die Risiken für beherrschbar.
HAMBURG. Die Bank bewege sich bei der Risikovorsorge derzeit in einer "vertretbaren Bandbreite", sagte Vorstandschef Hans Berger gestern bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. "Wir haben keine Liquiditätsprobleme und darüber hinaus ein beachtliches Liquiditätspolster", beschwichtigte er.
Deutschlands fünftgrößte Landesbank ist derzeit mit 1,8 Mrd. Euro am US-Immobilienmarkt investiert. Diese Zahl nannte Berger. Das ist etwa halb so viel, wie bei der SachsenLB vermutet wird, die wegen ihres Engagements am Markt für zweitklassige US-Hypotheken (Subprime) von den anderen Landesbanken gestützt werden muss.
Insgesamt ist die Landesbank über ihre Zweckgesellschaften mit den klangvollen Namen "Poseidon" und "Carrera" in sogenannten Asset Backed Securities (ABS), also forderungsbelegten Wertpapiere, mit 4,4 Mrd. Euro investiert. Dabei entfallen 1,8 Mrd. Euro auf Verbriefungen im US-Wohnimmobilienmarkt. Selbst wird dabei ein Volumen von 1,5 Mrd. Euro gemanagt. "Da fühlen wir uns komfortabel", sagte Berger. Anders sieht es mit den fremd gemanagten Vermögenswerten aus, die sich auf 300 Mill. Euro belaufen. Auf diese Papiere hat die Bank im ersten Halbjahr eine Risikovorsorge von 50 Mill. Euro gebildet.
Infografik: Kennzahlen der HSH Nordbank
Auch bei der anstehenden Konsolidierung der Landesbanken sieht er die HSH Nordbank "nicht an den Rand" gedrängt. Das 2003 aus der Fusion der beiden Landesbanken von Schleswig-Holstein und Hamburg hervorgegangene Institut habe seinen Teil zur Konsolidierung bereits beigetragen und sieht auch ihre Börsenpläne durch die Verwerfungen auf dem US-Hypothekenmarkt nicht gefährdet. Allerdings könnten Belastungen aus dem Engagement für Verbriefungen auf den weltgrößten Schiffsfinanzierer zukommen; diese hält Berger allerdings nicht für gravierend.
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