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13.11.2007 
Eigentümer besorgt

WestLB meldet Millionenverlust

Die Bank wird ihre Gewinnprognose wegen der erheblichen Kursverluste bei strukturierten Wertpapieren in den letzten Wochen nicht erfüllen. Für 2007 erwartet sie nun einen Millionen-Verlust statt dem vorhergesagten positiven Ergebnis. Die NRW-Landesregierung zeigt sich über die Entwicklung besorgt – und will schon bald über die Zukunft der Bank entscheiden.

Die Finanzkrise macht auch vor der Düsseldorfer WestLB nicht halt. Foto: dpaLupe

Die Finanzkrise macht auch vor der Düsseldorfer WestLB nicht halt. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Der Verlust sei vor allem in den "erheblichen Kursverlusten von strukturierten Wertpapieren“ der letzten Wochen begründet, teilte die Bank am Montagabend in Düsseldorf mit. "Dadurch ist es der WestLB, trotz ihrer im Übrigen planmäßigen Ertragsentwicklung im operativen Geschäft, nun nicht mehr möglich, die bis vor kurzem noch gültige Prognose eines positiven Konzernergebnisses vor Steuern aufrecht zu halten.“ Im Konzern sei mit einem Verlust vor Steuern "im niedrigen dreistelligen Millionenbereich“ zu rechnen.

Vorstandschef Alexander Stuhlmann erklärte, die Situation sei für die Bank wie für die anderen Marktteilnehmer in den letzten Wochen nicht leichter geworden. "Die WestLB kann sie aber - nicht zuletzt wegen der Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten - schultern“, fügte er hinzu. Die Liquiditätsausstattung der Bank sei nach wie vor zufriedenstellend. Erfreulich sei zudem, dass sich die Kerngeschäftsfelder der Bank planmäßig positiv entwickelten; außerdem habe der Vorstand bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Kostensenkung umgesetzt.


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Der Aufsichtsrat habe die Erläuterungen des Vorstands zur Kenntnis genommen. "Alle Anteilseigner haben erneut ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Bank betont“, heißt es in der Mitteilung. Das Gremium habe auch die Ergebnisse des im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erstellten Sonderprüfungsberichts zum Handelsgeschäft der Bank sowie die Stellungnahme des Vorstands dazu erörtert.

Laut Presseerklärung begrüßte der Aufsichtsrat die vom Vorstand eingeleiteten oder schon umgesetzten Maßnahmen. Dies gelte vor allem im Hinblick auf eine weitere Stärkung des Risikomanagements und der Risikosteuerung.

Landesregierung von Entwicklung „überholt“

Im Lager der Eigentümer der WestLB ist die Aussicht auf einen Verlust bei der Landesbank mit großer Sorge aufgenommen worden. „Es gibt jetzt mehr denn je dringenden Handlungsbedarf“, hieß es aus den Kreisen. Die aktuelle Entwicklung bei der Bank habe die Landesregierung „überholt“.

Eine Sprecherin des Finanzministeriums versicherte, die Landesregierung stehe hinter der Bank. Die Entwicklung bei der WestLB müsse vor dem Hintergrund der Marktlage gesehen werden, die „insgesamt schwierig ist“. Die Landesregierung werde das für die zweite Novemberhälfte erwartete Gutachten der Citigroup abwarten und dann über die Zukunft der Bank entscheiden.

Die nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände hatten sich in der Vergangenheit für einen raschen Zusammenschluss der WestLB mit der Stuttgarter LBBW ausgesprochen. Die Landesregierung tritt indes auf die Bremse und schaut sich mit Hilfe der Citigroup nach Alternativen um.

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