Der krisengeschüttelte zweitgrößte US-Hypothekenaufkäufer Freddie Mac
verschafft sich frisches Kapital und kürzt die Dividende. Damit will das Unternehmen die Folgen der jüngsten finanziellen Turbulenzen abfedern.
HB NEW YORK. Der Verkauf von Vorzugsaktien für sechs Mrd. Dollar soll geschwächte Kapitalbasis stärken. Die Federführung für den Verkauf liegt in den Händen von Lehman
Brothers und Goldman Sachs.
Die Aktionäre erhalten für das vierte Quartal zudem nur noch 25 US-Cent nach zuvor 50 Cent, teilte Freddie Mac
nach US-Börsenschluss am Dienstag mit. Die Aktien von Freddie Mac
büßten im nachbörslichen US-Handel 1,8 Prozent ein und fielen auf 25,26 Dollar.
Bild für Bild: Die Opfer der Subprime-Krise
Die Kürzung der Dividende sei notwendig, um finanziell flexibel zu bleiben und die Forderungen der Regulierer zu erfüllen, hieß es weiter. Allein im dritten Quartal hatte Freddie Mac
infolge der Kreditkrise einen Verlust von zwei Mrd. Dollar verbucht. Der Kapitalstock schmolz im Gegenzug zusammen und lag in der vergangenen Woche lediglich 600 Mio. Dollar über dem von den Regulierern verlangten Minimum.

