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10.01.2008 
Subprime-Opfer

Problembanken suchen angeblich frisches Geld

Trotz milliardenschwerer Finanzspritzen scheint bei den krisengeschüttelten US-Banken Citigroup und Merrill Lynch keine Ruhe einzukehren. Einem Medienbericht zufolge sind beide Institute weiter auf der Suche nach ausländischem Kapital. Auch den Anlegern drohen unangenehme Überraschungen.

Die Konzernzentrale der Citigroup in New York. Foto: ap Lupe

Die Konzernzentrale der Citigroup in New York. Foto: ap

HB NEW YORK. Dazu würden derzeit Gespräche mit Investoren geführt, berichtete das » "Wall Street Journal" am Donnerstag. Citigroup könnte demnach bis zu zehn Mrd. Dollar erhalten, wahrscheinlich durchweg von ausländischen Regierungen. Merrill bekomme wohl drei bis vier Mrd. Dollar, einen Großteil davon von einem Staatsfonds aus dem Nahen Osten. Dem Bericht zufolge denkt die Citigroup zudem darüber nach, die Dividende zu halbieren. Damit würden mehr als fünf Mrd. Dollar im Jahr gespart. Von den beiden Geldhäusern gab es zu dem Bericht zunächst keine Stellungnahme.

Etliche große US-Banken sind im Zuge der Krise am Hypotheken- und Immobilienmarkt ins Straucheln gekommen und kämpfen mit gigantischen Verlusten. Ein Weg aus der Krise ist für viele, sich frisches Kapital zu besorgen. Merrill Lynch etwa hatte sich im Dezember schon bis zu 7,5 Mrd. Dollar gesichert. Dazu stiegen bei dem Institut in singapurischer Staatsfonds und eine Fondsgesellschaft ein. Die Citigroup willigte im November ein, einen Anteil von bis zu 4,9 Prozent an Abu Dhabi für ebenfalls 7,5 Mrd. Dollar zu verkaufen.


Bildergalerie Bild für Bild: Die Opfer der Subprime-Krise


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