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12.02.2008 
Subprime-Krise

Huber bestätigt höheren Abschreibungsbedarf bei BayernLB

Bisher sah es so aus, als sei die BayernLB vergleichsweise gering von der Subprime-Krise betroffen. Das könnte sich jetzt ändern. Offenbar hat sich das Münchner Institut stärker verspekuliert, als zunächst erwartet. Von bevorstehenden Abschreibungen in Milliardenhöhe ist jetzt die Rede. Auch der bayerische Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber erwartet tiefe Spuren in der Bilanz.

HB MÜNCHEN. Eine endgültige Zahl zum Abschreibungsbedarf gebe es noch nicht, sagte Huber. Es würden aber mehr als die bislang genannten über 100 Mill. Euro werden. In Medienberichten war zuletzt die Rede, dass Deutschlands zweitgrößte Landesbank bis zu 2,5 Mrd. Euro abschreiben müsse.

Trotz Belastungen durch die Kreditkrise rechnet die BayernLB nach Angaben Hubers für das Jahr 2007 weiterhin mit einem Gewinn. „Nach den Mitteilungen des Vorstands ist für 2007 ein positives Ergebnis zu erwarten“, sagte Huber am Dienstag im Bayerischen Landtag. Die Lage bei der BayernLB sei keinesfalls mit der Situation bei anderen Landesbanken vergleichbar.

Das Münchner Kreditinstitut gehört jeweils zur Hälfte dem CSU-geführten Freistaat und den bayerischen Sparkassen. Im Verwaltungsrat sitzt unter anderem CSU-Chef Erwin Huber, der auch bayerischer Finanzminister ist. Ein Sprecher der BayernLB sagte, die Bank wolle derartige Spekulationen nicht kommentieren. Zahlen für 2007 würden erst Ende April veröffentlicht. Diesen Termin kritisierte die bayerische Opposition.

„Es geht nicht an, dass alle anderen Bankhäuser in der Lage sind, sechs Wochen nach dem Bilanzstichtag konkrete Zahlen zu nennen, die BayernLB dazu aber nicht in der Lage sein will“, sagte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Franz Maget. Er forderte eine sofortige Veröffentlichung. Huber und dem bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein warf er vor, die Veröffentlichung vor den bayerischen Kommunalwahlen Anfang März verhindern zu wollen.

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