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14.02.2008 
Vermögensverwaltung stützt Schweizer Großbank

UBS macht Milliardenverlust

Das immer noch gut laufende Vermögensverwaltungsgeschäft hat die Schweizer Großbank UBS trotz der Milliardenverluste aus den Geschäften mit US-Ramschhypotheken vor einem Desaster bewahrt. Dennoch hat das größte Schweizer Institut erstmals einen Jahresverlust verbucht. Und die Probleme sind noch lange nicht gelöst.

Das Logo der Schweizer Bank UBS. Foto: ap Lupe

Das Logo der Schweizer Bank UBS. Foto: ap

HB ZÜRICH. Die Bank schloss das Jahr 2007 mit einem Verlust von 4,4 Mrd. Franken (2,6 Mrd Euro) ab und im vierten Quartal allein lag der Verlust bei 12,5 Mrd Franken. Es war der erste Jahresverlust in der zehnjährigen UBS -Geschichte. Vor einem Jahr hatte der Gewinn noch bei 12,2 Milliarden Franken gelegen. Das Institut glaubt die Probleme nach den Worten von Konzernchef Marcel Rohner nun jedoch besser im Griff zu haben als bisher.

Die Subprime-Positionen in den Büchern der Bank sanken zum Jahresende auf netto 27,59 Mrd. Dollar von 38,77 Mrd. Ende September 2007. Dann hat die Bank noch Verbriefungen von sogenannten Alt-A-Hypotheken in den Büchern. Diese Position beläuft sich auf 26,6 Milliarden Dollar, davon basieren 21,2 Milliarden auf erstrangigen Hypotheken.

Alles in allem, so Rohner, werde sich 2008 als schwieriges Jahr für die Bank erweisen. Die Märkte seien schließlich im Januar weiter nach unten gegangen. Eine genauere Aussage, wie sich die Dinge ingesamt bei der UBS in den nächsten Monaten entwickeln dürften, wollte er allerdings nicht machen.

Trost mag Rohner die Vermögensverwaltung bieten, für die er veantwortlich war, bevor er im vergangenen Jahr nach dem Abgang seines Vorgängers Peter Wuffli die Konzernleitung übernahm. Das Netto-Neugeld im Wealth-Management belief sich im vierten Quartal auf 31,7 Mrd. Franken und betrug im ganzen Jahr 156,3 Mrd. Franken. Analysten hatten Netto-Neugeld von 30 Mrd. Franken im Quartal und 153 Mrd. Franken für das ganze Jahr prognostiziert. Der Vorsteuergewinn des Bereichs Global Wealth Management & Business Banking erreichte 9,48 (Vorjahr 8,14) Mrd. Franken.

Das reichte nicht, um den Vorsteuerjahresverlust in der Investment Bank des Konzerns von 15,53 Mrd. Franken auszugleichen. Aber es half ein das Eigenkapital aufzehrendes Desaster zu vermeiden. Zwar sei die Lage, in der sich die Bank befinde, nicht gerade förderlich für das Vermögensverwaltungsgeschäft, aber der Januar habe sich gut angelassen, sagte Rohner.

Gemischt lief es im Asset Management. Institutionelle Kunden wanderten ab und die Bank verlor verwaltete Vermögen im Umfang 16,2 Mrd. Franken. Der Bereich kam aber auf einen Vorsteuergewinn von 1,32 (Vorjahr 1,39) Mrd. Franken im Bereich Asset Management.

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