Die Deutsche Börse hat kräftig vom Auf und Ab an den Aktienmärkten 2007 profitiert und das beste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren. 2008 gibt es nicht nur höhere Dividenden, das Unternehmen möchte auch die eigenen Rekorde jagen.
HB FRANKFURT/MAIN. Der Jahresüberschuss stieg nach vorläufigen Zahlen deutlich um rund 36 Prozent auf 911,7 Mill. Euro, wie das im Dax notierte Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis (Ebita) legte um 31 Prozent auf 1,345 Mrd. Euro zu. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 2,185 Milliarden.
Starke Kursschwankungen nutzen dem Handelsplatzbetreiber, weil sein Umsatz auch von der Zahl der Transaktionen und dem Volumen der Käufe und Verkäufe abhängt. Deshalb klingeln bei dem Konzern auch dann die Kassen, wenn Kurse in die Tiefe stürzen. Im elektronischen Handel auf Xetra stieg der Umsatz mit einem Plus von 38 Prozent auf 435 Mill. Euro im vergangenen Jahr am stärksten. Größter Bereich gemessen am Umsatz war aber weiterhin der Wertpapierabwickler Clearstream, der um zehn Prozent auf 768,2 Mill. Euro zulegte.
Für das Jahr 2008 peilt die Deutsche Börse
ein weiteres Rekordergebnis an: "Die vorläufigen Zahlen zeigen, dass 2007 das bei weitem erfolgreichste Jahr für die Deutsche Börse
war", erklärte Vorstandschef Reto Francioni. Der erfolgreiche Start in das neue Geschäftsjahr in "Verbindung mit unserer Kostenprognose für 2008 bekräftigen unsere Erwartung, dass wir 2008 ein neues Rekordergebnis erzielen."
Mit der Geschäftsentwicklung im vierten Quartal zeigte sich die Deutsche Börse
zufrieden: Beim Umsatzerlös verzeichnete das Unternehmen eine Steigerung um 15 Prozent auf 537,7 Millionen, das Ergebnis stieg um 58 Prozent auf 355,5 Mill. Euro.
Der Vorstand will der Hauptversammlung nun eine Dividende von 2,10 Euro pro Aktie vorschlagen, das sind 40 Cent mehr als im Vorjahr. "Mit diesem Vorschlag setzen wir unser zweistelliges Dividendenwachstum fort", sagte Finanzvorstand Thomas Eichelmann. Auch für 2008 strebe man eine vollständige Ausschüttung des Gewinns in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an.
Im Laufe des Jahres 2007 hatte sich die Aktie der Deutschen Börse
um 95 Prozent verteuert. Am Mittwoch reagierten die Anleger in einem zunächst schwachen Marktumfeld verhalten auf die Zahlen: Das Papier verbilligte sich bis zum Mittag um 1,34 Prozent.

