Eine der größten Banken Europas, die Royal Bank of Scotland,
muss im Zuge der Subprime-Krise deutlich mehr abschreiben, als erwartet. Statt der avisierten 1,6 Milliarden Euro kostet das Institut die Schieflage auf dem US-Hypothekenmarkt 2,8 Milliarden Euro. Dennoch wuchs das Geschäft im letzten Jahr stärker als von Analysten angenommen.
HB LONDON. Die Royal Bank of Scotland
hat wegen der Kreditkrise im abgelaufenen Jahr unerwartet hohe Abschreibungen verbucht. Wie die britische Bank heute Morgen mitteilte, kostete die Schieflage am US-Hypothekenmarkt und die Kreditklemme das Finanzhaus umgerechnet 2,8 Milliarden Euro (2,13 Milliarden Pfund).
Dabei berücksichtigt wurde demnach auch das kürzlich erworbene Großkundengeschäft der niederländischen Bank ABN
Amro. Bislang hatte RBS
von Abschreibungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro bis Ende November gesprochen.
Der Vorsteuergewinn wuchs einschließlich der übernommenen Teile der niederländischen Bank ABN
Amro im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 10,3 Milliarden Pfund (13,6 Mrd Euro). Der Überschuss kletterte um 19 Prozent auf 7,7 Milliarden Pfund. Das bereinigte Ergebnis je Aktie gab RBS
inklusive der Beiträge der ABN
-Aktivitäten
für 2007 mit 78,7 (66,7) Pence an. Das war mehr als von Analysten mit 75 Pence erwartet.
Die Ausschüttung je Aktie solle um zehn Prozent auf 33,2 britische Pence steigen. Zudem sollen die Synergien aus der teilweisen Übernahme von ABN
Amro mit 2,3 Milliarden Euro um ein Drittel höher ausfallen als bislang angekündigt. RBS
hatte ABN
im vergangenen Jahr gemeinsam mit der spanischen Bank Santander
und dem belgisch-niederländischen Institut Fortis
übernommen.
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