Die Sparkasse Köln-Bonn hat im abgelaufenen Geschäftjahr einen Gewinneinbruch erlitten. Nach Steuern erzielte sie kaum noch einen Jahresüberschuss. Die Probleme bei der WestLB belasten die Bank.
HB KÖLN. Der Jahresüberschuss nach Steuern sei auf 0,4 Mill. Euro von 36,1 Mill. Euro im Vorjahr gefallen, teilte das Institut am Mittwoch mit. Ursache hierfür waren vor allem Wertberichtigungen bei den Beteiligungen von 143,8 Mill. Euro. Belastend wirkte sich dabei unter anderem das Engagement der Sparkasse bei dem angeschlagenen Kölner Studiobetreiber Magic Media Company (MMC) aus, deren Eigentümer die Sparkasse ist. Zudem steht bei dem Bewertungsergebnis der Wertpapiere ein Minus von fast 100 Mill. Euro in den Büchern.
Die Folgen der US-Finanzmarktkrise sind nach Angaben von Vorstandschef Dietmar Binkowska hingegen begrenzt. „Wir haben kein Subprime-Problem“, sagte er bei der Bilanzpressekonferenz in Köln. Die Bank habe einen Wertberichtigungsbedarf von weniger als sechs Mill. Euro bei Wertpapieren, die auf reinen US-Subprimes basierten, betonte er.
Für die Schwierigkeiten bei der WestLB, an deren Rettung sich die Sparkassen beteiligen, traf die Bank eine Vorsorge von 42 Mill. Euro. „Die Stützung der WestLB ist Pflicht“, sagte Binkowska. Die Sparkasse ist über den Rheinischen Sparkassen- und Giroverband (RGSV) an der schwächelnden Landesbank beteiligt.
Operativ konnte die nach der Hamburger Sparkasse zweitgrößte Sparkasse Deutschlands zulegen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg um 1,3 Prozent auf 189,1 Mill. Euro. Zulegen konnte die Sparkasse Köln-Bonn etwa beim Provisionsüberschuss. Den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres bezeichnete Binkowska als „verhalten positiv“.

