Das Geldinstitut JP Morgan und die US-Notenbank Fed haben die fünftgrößte US-Investmentbank Bear Stearns vor einem möglichen Kollaps bewahrt. Anleger reagierten schockiert auf diese Schreckensnachricht. Sie schickten die Aktie in den freien Fall. Und schon taucht die Frage auf, wie es bei anderen Banken aussieht.
egl/HB NEW YORK. Die Fed New York und JP Morgan
stellen Bear Stearns
kurzfristig Gelder zur Verfügung, um einen finanziellen Engpass zu verhindern, wie JP Morgan
am Freitag mitteilte. Die regionale Notenbank von New York gewähre JP Morgan
Mittel über ihr Diskontfenster, teilte die New Yorker Bank am Freitag mit. Die Finanzierung für Bear Stearns
laufe zunächst 28 Tage.
Hintergrund: Bear Stearns
ist keine regulierte Geschäftsbank mit dem Recht auf Zugang zum Diskontfenster der Federal Reserve. Deshalb hat die New Yorker Fed nach der Entscheidung, Bear Stearns
Liquiditätshilfe zukommen zu lassen, JP Morgan
als regulierte Bank beauftragt, als Vermittler für die Beleihung von Wertpapieren am Fed-Diskontfenster zu agieren. So reicht die in Liquiditätsnot geratene Bear Stearns
über JP Morgan
eigene Wertpapiere am Diskontfenster bei der New Yorker Notenbank ein, um auf der Basis dieser Sicherheit Liquidität zu erhalten.
JP Morgan
Bear Stearns
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gerüchte noch vor wenigen Tagen als "absolut lächerlich" zurückgewiesen

