Was vor einem Jahr noch undenkbar war, ist nach dem starken Kurssturz der UBS-Aktien auf den tiefsten Stand seit fast zehn Jahren nicht länger tabu: Spekulationen über eine Übernahme des weltgrößten Vermögensverwalters. Einen empfindlichen Rückschlag muss die wichtigste Schweizer Bank schon jetzt verkraften.
HB GENF. "Bei einem Kurs unter 30 Franken ist die UBS
ein eindeutiges Übernahmeziel", sagte ein Zürcher Händler. Zum Börsenschluss am Mittwoch notierten UBS
bei 28,22 Franken. Im vergangenen Juni hatte der Kurs noch bei 80 Franken gelegen. Im Zuge der US-Hypothekenkrise musste die Schweizer Großbank im vergangenen Jahr dann aber 18 Mrd. Dollar abschreiben und könnte nach Ansicht von Analysten jetzt vor weiteren Milliardenabschreibungen stehen.
Ein Übernahmeangebot für UBS
wäre eine weiteres Beispiel dafür, wie die seit letztem Sommer wütende Kreditkrise einst stolze Geldhäuser zu Übernahmekandidaten gemacht hat. Der noch vor wenigen Woche undenkbare Kauf der Wall-Street -Legende Bear Stearns
durch den Rivalen JP Morgan
Chase zeigt, dass sich letztlich niemand mehr sicher wähnen kann.
Ein weiterer Ausrutscher könnte Kaufinteressenten anlocken oder die UBS
sogar zwingen, sich in die Arme des ewigen Rivalen Credit Suisse
zu flüchten. Denn zum ersten Mal übertrumpft Credit Suisse
mit einer Marktkapitalisierung von 57,9 Mrd. Franken die der UBS,
die mit 50,1 Mrd. bewertet ist.
UBS
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