Der geplante Teilverkauf des hoch verschuldeten spanischen Immobilienkonzerns Colonial an den staatlichen Dubaier ICD-Fonds ist vorerst gescheitert. Nachdem die Gläubigerbanken in Verhandlungen zu keiner Einigung gelangt sind, entschied sich die staatliche Anlagegesellschaft gegen die Übernahme des Mietgeschäfts.
HB MADRID/LONDON. Ein Kauf sei aber zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen, erklärte ICD am Mittwoch weiter. Colonial hatte dem Plan des Staatsfonds bereits zugestimmt. Eine Vereinbarung mit den Gläubigern zur Refinanzierung der Kredite galt als größte Hürde für die geplante Rettung durch den ICD. Bei ihnen stehen die Spanier mit 7,2 Mrd. Euro in der Kreide. Kreisen zufolge hat Colonial allein bei der Commerzbank-Tochter Eurohypo 1,4 Mrd. Euro Schulden.
Colonial war mit Ende des Immobilienbooms in Spanien in Bedrängnis geraten. Bei einer Insolvenz müssten die Banken, zu denen auch Goldman Sachs, die Royal Bank of Scotland und Calyon gehören, ihr Geld zumindest teilweise abschreiben.

