Einem Medienbericht zufolge hat die von der Finanzkrise gebeutelte US-Großbank Citigroup
bald eine Sorge weniger: Angeblich steht das Institut kurz vor dem Verkauf eines zwölf Milliarden Dollar schweren Kreditpakets. Um die schwere Last aus der Bilanz zu bekommen, soll die Citigroup
den Preis für das seit Sommer unverkäufliche Paket kräftig gesenkt haben.
HB NEW YORK. Der Finanzkonzern könnte sich damit von einer schweren Last in seiner Bilanz befreien. Das Milliarden-Paket soll von einer Investorengruppe übernommen werden, berichtete das "Wall Street Journal" am späten Dienstagabend in seiner Onlineausgabe und bezieht sich dabei auf mit den Vorgängen vertraute Personen.
Die Kredite und Anleihen stammen aus dem Geschäft mit Firmenkäufen sowie Unternehmensfinanzierungen und waren seit vergangenem Sommer durch die Finanzkrise praktisch unverkäuflich. Die Investoren sollen die Darlehen wegen des Risikos mit einem Preisabschlag von etwas mehr als zehn Prozent bekommen, berichtete das Blatt weiter. Zu den Käufern gehören demnach die Finanzinvestoren Apollo Management, TPG und Blackstone
. Die Citigroup
selbst wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht äußern. Die Bank zählt weltweit zu den schwersten Opfern der Finanzmarktkrise.
Der Verkauf würde zu den größten Geschäften dieser Art seit langem gehören. Er wäre ein Zeichen, dass in den Markt wieder etwas Bewegung kommen könnte. Während des Booms von Firmenübernahmen in den vergangenen Jahren finanzierten die Banken die Geschäfte über günstige Kredite, die sie dann etwa als Wertpapiere an Investoren weiterverkauften. Mit der Kreditkrise brach dieses Geschäft zusammen und die Banken blieben auf den Milliardenschulden sitzen. Derzeit belasteten die Bücher der Banken an der Wall Street noch rund 120 Mrd. Dollar solcher Kredite, hieß es in dem Zeitungsbericht.
Links zum Thema im Web:
» Wall Street Journal: "Citi Nears Deal to Sell Debt to Buyout Firms"

