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HANDELSBLATT, Mittwoch, 30. April 2008, 16:57 Uhr
Noch mehr Stammaktien verkauft

Citigroup braucht Milliarde um Milliarde frisches Kapital

Nach milliardenschweren Verlusten und Abschreibungen in Folge der Finanzkrise hat die Citigroup durch die Ausgabe neuer Aktien ihre Kapitalbasis gestärkt. An der Börse wurde das alles andere als honoriert.


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HB NEW YORK. Wie die größte US-Bank am Mittwoch mitteilte, verkaufte sie knapp 180 Mill. Stammaktien im Gesamtwert von 4,5 Mrd. Dollar. Das sind 50 Prozent mehr als ursprünglich erwartet. Der Ausgabepreis lag mit 25,27 Dollar je Anteilsschein vier Prozent unter dem New Yorker Schlusskurs der Aktie vom Dienstag.

Aufgrund der großen Nachfrage erwägt das Geldhaus knapp 18 Mill. weitere Aktien zum Kauf anzubieten. Damit würde der Gesamtwert der Emission auf 4,95 Mrd. Dollar steigen. Die Citigroup-Aktie verlor kurz nach Börsenöffnung etwa 2,5 Prozent. Seit Ende 2007 hat die Bank ihr Kapital um mehr als 40 Mrd. Dollar aufgestockt. Erst vergangene Woche verkaufte das Institut Vorzugsaktien im Volumen von sechs Mrd. Dollar, um ihre Belastungen aus der Kreditmarktkrise abzufedern. Das Geld soll helfen, die in den vergangenen beiden Quartalen angefallenen Verluste von 15 Mrd. Dollar sowie die Abschreibungen in einer Gesamthöhe von bislang gut 45 Mrd. Dollar aufzufangen.

Es ist das erste Mal in der jüngeren Vergangenheit, dass die Citigroup Stammaktien angeboten hat. Analysten hielten den Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt für sinnvoll, da sich die Papiere des Unternehmens zuletzt deutlich erholt haben. Auch andere krisengeplagte Banken hatten zuletzt mit einer Kapitalerhöhung versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Dazu zählten etwa die Bank of America, Wachovia und Washington Mutual.


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