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HANDELSBLATT, Mittwoch, 30. April 2008, 14:47 Uhr
Offenbar gleiche Probleme wie bei der NordLB

Vatas nimmt Aktienpakete auch von BayernLB-Tochter nicht ab

Die zur BayernLB gehörende österreichische Bank Hypo Alpe Adria ist Finanzkreisen zufolge auf Aktienpaketen sitzen geblieben, die sie im Auftrag der Berliner Beteiligungsgesellschaft Vatas erworben hat. Vatas wird vom ehemaligen Unternehmerwunderkind Lars Windhorst geführt. Das ruft Erinnerungen an gleiche Probleme der NordLB wach.


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HB FRANKFURT. Vatas habe die Hypo Alpe Adria beauftragt, Aktien von kleineren Firmen zu erwerben, und nehme diese nun nicht ab, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Eine Sprecherin der Hypo Alpe Adria bestätigte den Kauf der Wertpapiere, wollte sich aber zu dem Kunden nicht äußern. Zudem wies sie einen Bericht der "Financial Times Deutschland" zurück, wonach der Bank dadurch ein Schaden von 42 Mill. Euro entstanden sei: "Dieser Betrag ist aus der Luft gegriffen. Es handelt sich nur um einen Bruchteil davon", sagte die Sprecherin. Für die im Auftrag des Kunden gekauften Wertpapiere liege eine schriftliche Abnahmeerklärung vor, fügte sie hinzu. Die "FTD" berichtete, die Bank habe aus Vorsichtsgründen eine Vorsorge getroffen. Am Freitag will das Institut seine Bilanz für 2007 präsentieren.

Die » NordLB hat mit denselben Problemen zu kämpfen. Sie hatte Aktienpakete an Balda, Curanum, Euromicron und dem US-Unternehmen RemoteMDx im Gesamtwert von 234 Mill. Euro erworben. Der Auftraggeber, bei dem es sich nach Informationen des Handelsblatts zufolge ebenfalls um Vatas handelt, nimmt die Aktien nicht ab. Die Beteiligungsgesellschaft lehnt dazu einen Kommentar bisher kategorisch ab. Um die aus den Geschäften erwarteten Verluste einzugrenzen, hatte die NordLB kürzlich Insidern zufolge Air-Berlin-Aktien von Vatas als Pfand genommen.

Die "FTD" berichtete, die Aktienkäufe bei der Hypo Alpe Adria hätten einen Gesamtwert von knapp 72 Mill. Euro. Die Papiere von Balda, Euromicron und Curanum habe sie zwischen Oktober 2007 und Januar 2008 erworben.

Die BayernLB hatte vor rund einem Jahr für 1,6 Mrd. Euro die Mehrheit an der Hypo Alpe Adria übernommen. Es war die bisher größte Akquisition für die Landesbank.


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