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HANDELSBLATT, Dienstag, 6. Mai 2008, 10:34 Uhr
Finanzkrise

UBS streicht 5 500 Stellen

Die Finanzkrise verhagelt der UBS weiterhin das Geschäft. Die Großbank hat im ersten Quartal wie angekündigt nach Abschreibungen auf Investments im amerikanischen Hypothekenmarkt einen Verlust von 7,074 Milliarden Euro eingefahren und Konsequenzen angekündigt. Auf eine Prognose ließ sich UBS-Chef Marcel Rohner nicht festnageln. Aktionäre strafen die Titel des Geldhauses ab.


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Die UBS rechnet weiter mit schwierigen Bedingungen. Foto: dpa
Bild vergrößernDie UBS rechnet weiter mit schwierigen Bedingungen. Foto: dpa

oli/HB ZÜRICH. Die unter hohen Abschreibungen auf ihre Subprime-Anlagen leidende Schweizer Großbank UBS streicht bis Mitte 2009 konzernweit rund 5500 ihrer derzeit rund 83 500 Stellen. In der Investment Bank, wo UBS hohe Verluste einfährt, verlieren bis Jahresende 2600 Leute vorwiegend in den USA und in Großbritannien ihre Stellen. Der restliche Abbau, der sich je zur Hälfte auf die Schweiz und das Ausland verteilen wird, soll überwiegend im Zuge der Fluktuation erfolgen, wie UBS-Chef Marcel Rohner am Dienstag bei der Vorlage des Quartalsabschlusses sagte.

Im ersten Quartal war die UBS neben den hausgemachten Problemen auch mit sich abschwächenden Märkten konfrontiert. Wie angekündigt kam die Bank nach Abschreibungen auf Investments im amerikanischen Hypothekenmarkt von rund 19 Mrd. Dollar unter dem Strich auf ein Verlust von 11,54 Mrd. Franken (7,1 Mrd. Euro). UBS hatte rund zwölf Mrd. Franken Quartalsverlust in Aussicht gestellt. In den meisten Geschäftsbereichen habe sich die Ertragslage zufriedenstellend entwickelt, erklärte die Bank.

Reiche Kunden wenden sich ab

Nicht zufrieden zeigte sich CEO Rohner allerdings mit dem Zufluss an neuem Geld in der Vermögensverwaltung für reiche Kunden. Die netto beschafften 5,6 Mrd. Franken sind deutlich weniger als in früheren Quartalen. Das Global Asset Management, wo etwa Fonds betreut werden, verlor netto 16,5 Mrd. Franken. Die Bank spüre die Krise, hieß es dazu im Aktienmarkt. Im Schweizer Vermögensverwaltungsgeschäft sind 1,9 Mrd. Franken abgeflossen. Analysten hatten mit neun Mrd. Franken Neugeld in der Vermögensverwaltung gerechnet.

UBS rechnet weiterhin mit schwierigen Bedingungen für die Finanzindustrie. Es sei mit einem anhaltend ungünstigen Weltwirtschaftsklima, Abbau der Fremdfinanzierung durch private und institutionelle Anleger, einem langsameren Vermögenswachstum sowie rückläufigen Handels- und Kapitalmarktvolumen zu rechnen, hieß es. Rohner bestätigte, dass es ein Grundsatzabkommen mit der US-Fondsgesellschaft BlackRock gebe. Die Gesellschaft will UBS Hypothekenverbriefungen im Wert von 15 Mrd. Dollar abkaufen. Das zeige, dass der Markt langsam wieder in Bewegung komme, sagte Rohner weiter.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: UBS - die am stärksten von der Finanzkrise betroffene Bank Europas


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