| HANDELSBLATT, Dienstag, 6. Mai 2008, 14:25 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Prämienrückgang im ersten Quartal | ||||||||||||||||||||||||
Swiss Life misslingt Start ins Jahr | ||||||||||||||||||||||||
Der größte Schweizer Lebensversicherer Swiss Life ist mit einem Prämienrückgang ins laufende Jahr gestartet. Dennoch gibt sich das Unternehmen optimistisch, das angestrebte Wachstum zu erreichen. In Deutschland verspricht sich Swiss Life einen Schub durch den jüngst erworbenen Finanzdienstleister AWD | ||||||||||||||||||||||||
HB ZÜRICH. Der Konzern verlor im Heimatmarkt Großkunden in der beruflichen Vorsorge und auch in Deutschland stotterte das Geschäft. Mit Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltenen Einlagen von 6,61 Mrd. Franken (4,1 Mrd. Euro) lag Swiss Life im ersten Quartal drei Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Finanzchef Thomas Müller relativierte am Dienstag angesichts des langfristig ausgerichteten Geschäfts die Aussagekraft der Quartalszahlen und zeigte sich zuversichtlich, dass Swiss Life das angestrebte Wachstum erreichen kann. Er räumte allerdings ein, dass das Marktumfeld anspruchsvoll ist. Swiss Life strebt bis 2012 eine Steigerung des Prämienvolumens auf mehr als 36 Mrd. Franken von 21,21 Mrd. Franken 2007 an. Während in den ersten drei Monaten 2008 im Ausland insgesamt ein Wachstum von neun Prozent auf 2,29 Mrd. Franken resultierte, verringerten sich die Prämien in der Schweiz um acht Prozent auf 4,32 Mrd. Franken.
Müller sagte, dass Swiss Life in der Schweiz die Konkurrenz spüre, etwa durch die französische Axa, die seit dem Kauf der Winterthur Versicherung einen aggressiven Wachstumskurs verfolgt. Aber auch in Deutschland sanken die Prämien um sechs Prozent, was er auf die Zurückhaltung angesichts neuer gesetzlicher Bestimmungen zurückführte. Im größten Auslandsmarkt Frankreich gab es ein Prämienplus von drei Prozent. Swiss Life sieht keinen Anlass, seine Zielsetzungen zu ändern. Aus den verkauften Geschäften erwartet der Konzern im laufenden Jahr wie angekündigt einen Gewinnbeitrag von 1,45 Mrd. Franken. Swiss Life will bis 2012 den Gewinn je Aktie jedes Jahr um mindestens zwölf Prozent steigern. An der Börse wurde der - erstmals vorgelegte - Quartalsbericht ungnädig aufgenommen. Die Aktien von Swiss Life verloren bis kurz nach Mittag 2,8 Prozent auf 309 Franken und hinkten dem europäischen Sektorindex deutlich hinterher. Mit einem Prämienrückgang von drei Prozent sei Swiss Life weit entfernt vom angepeilten sechsprozentigen Wachstum, sagte Farizio Croce, Analyst bei Landsbanki Kepler. | ||||||||||||||||||||||||
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