| HANDELSBLATT, Mittwoch, 7. Mai 2008, 07:19 Uhr | ||||||||||||||||||||||||
Entlassungswelle | ||||||||||||||||||||||||
Banken streichen Tausende Jobs | ||||||||||||||||||||||||
Bis heute hat die Kreditkrise weltweit bereits mehr als 50 000 Arbeitsplätze in der Finanzbranche gekostet. Doch das Schlimmste dürfte den Bankern erst noch bevorstehen. Auf die großen Finanzzentren in Amerika und Europa rollt eine neue Entlassungswelle zu. Ob in Zürich, London oder an der Wall Street in New York - allerorten werden massiv Jobs gekappt. | ||||||||||||||||||||||||
DÜSSELDORF. Die UBS Doch nicht nur die UBS Die nächste schlechte Nachricht droht schon bald aus dem Haus Morgan Stanley in New York. Dem Vernehmen nach sollen dort weitere rund 2 000 Banker ihren Job verlieren. "Ich habe noch nie so viele Lebensläufe auf dem Tisch gehabt", berichtet Michael Karp. 100 Jobgesuche zählt der Chef der Personalberatung Options Group täglich. Jo Bennett, Partner bei der Personalberatung Battalia Winston International, schätzt, dass im Zuge der Krise bis zu 100 000 Arbeitsplätze in der Finanzwirtschaft verlorengehen werden. Das wären mehr als nach dem Platzen der Internetblase 2001. Damals verschwanden binnen zwei Jahren 90 000 Jobs. Noch in dieser Woche könnte es zu weiteren Massenentlassungen kommen. Am Freitag will die Citigroup ihre neue Konzernstrategie vorstellen. Analysten rechnen damit, dass zwischen fünf und zehn Prozent der mehr als 370 000 Mitarbeiter ihren Job verlieren könnten. Citi hat in den vergangenen Monaten bereits mehr als 15 000 Arbeitsplätze abgebaut. Eine Zerschlagung des Bankenkolosses hat Konzernchef Vikram Pandit zwar ausgeschlossen, zugleich durchforstet er das weltweite Imperium jedoch nach Einsparmöglichkeiten. Um bis zu 20 Prozent will er die Kosten drücken. Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Gründe für die Misere | ||||||||||||||||||||||||
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