UnternehmenBanken + Versicherungen
WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
HANDELSBLATT, Donnerstag, 8. Mai 2008, 09:21 Uhr
Erstes Quartal

Finanzkrise schmälert Postbank-Gewinn

Die Postbank muss wegen der weltweiten Kreditmarktkrise weiter Federn lassen. Trotz eines starken Gewinnrückgangs im ersten Quartal 2008 bekräftigte die größte deutsche Filialbank am Donnerstag aber ihre Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr.


 Mehr zum Thema: Postbank
Artikel

Verkauf der Postbank laut Appel nicht beschlossen (06.05. 13:28)

Artikel

Neuer Post-Chef bremst Postbank-Verkauf (08.04. 14:40)

Exklusivmeldung

Allianz greift nach der Postbank (25.03. 08:01)

Zum Special ...



Die Zentrale der Postbank in Bonn. Foto: dpa
Bild vergrößernDie Zentrale der Postbank in Bonn. Foto: dpa

HB KÖLN. Der Gewinn vor Steuern ging von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahresquartal um gut ein Viertel auf 166 Mill. Euro zurück. Der Überschuss fiel um rund 20 Prozent auf 116 Mill. Euro. Damit verdiente das Institut aber immer noch mehr als die von Reuters befragten Analysten erwartet hatten.

Grund für den Ergebnisrückgang waren Abschreibungen auf das eigene Portfolio an US-Ramschhypotheken von 48 Mill. Euro. Zudem verbuchte die Bank nach eigenen Angaben vorübergehende Wertkorrekturen von 126 Mill. Euro. Weitere finanzielle Auswirkungen der Krise in den nächsten Quartalen will sie nicht ausschließen.

Im operativen Geschäft kam das zur Deutschen Post gehörende Geldhaus gut voran: Der Zinsüberschuss stieg um 2,6 Prozent auf 557 Mill. Euro. Das Provisionsergebnis lag mit 359 Mill. Euro knapp über dem Vorjahresniveau. Sowohl die Risikovorsorge als auch die Kosten verringerten sich.

DEUTSCHE POSTBANK AG
Chart: DEUTSCHE POSTBANK AG
Analystenmeinung

Ungeachtet der Belastungen zeigte sich die Postbank zuversichtlich, bis Jahresende einen Vorsteuergewinn von bis zu 1,2 Mrd. Euro zu erreichen. Bis 2010 solle es bis auf 1,45 Mrd. Euro steigen, bekräftigte das Institut.

Die Konkurrentin Commerzbank hatte am Mittwoch wegen der anhaltenden Turbulenzen an den Märkten ihre Prognosen für dieses Jahr ausgesetzt. Es werde entgegen früherer Planungen sehr schwierig, 2008 das Ergebnis von 2007 zu erreichen, musste Bankchef Klaus-Peter Müller wenige Tage vor seinem Abschied aus dem Commerzbank-Management einräumen.

Institute wie die Commerzbank und die Deutsche Bank sitzen in den Startlöchern für einen möglichen Verkauf der Postbank. Post-Chef Frank Appel hatte diese Woche allerdings den Druck aus dem Kessel genommen und gesagt, dass die Bank wegen der Marktverhältnisse womöglich auf absehbare Zeit nicht veräußert werde. Nach dem Willen von Politikern soll die Bank auf jeden Fall in deutscher Hand bleiben. Postbank-Chef Wolfgang Klein hatte aber angedeutet, auch für einen europäischen Partner offen zu sein.

Unter normalen Bedingungen an den Finanzmärkten wäre auch die Postbank an Zukäufen interessiert. So sagte Klein, das Citibank-Privatkundengeschäft würde gut zu der Postbank passen. „Wenn wir in einem normalen Umfeld leben würden, würden wir uns das sicherlich anschauen“, sagte er.


WebNewsDieser Artikel als DruckversionSchlagzeile per E-Mail verschicken
Weitere News und Tools
Weitere News sowie Tools zu dieser Rubrik finden Sie hier

MEHR ARTIKEL AUS DER RUBRIK:

Artikel IKB-Verkauf geht in die nächste Runde(16.05. 13:45)
Artikel Ackermann fordert schärfere Regeln(16.05. 10:45)
Artikel Italiens Aufsicht beanstandet hohe Provisionen(16.05. 13:28)
Artikel Commerzbank-Aktionäre beschließen Kapitalmaßnahmen(15.05. 20:45)
Artikel Deutsche Börse schlägt zurück(15.05. 19:00)

Suche im Web:


Seitenanfang


Homepage | Site Map | Hilfe | FAQ | Kontakt | Partnerprogramm | Mediadaten

Abo | Bücher | Veranstaltungen | Webtipps

HANDELSBLATT-TICKER

Alle News     Alle Indizes     RSS

TECHNOLOGIE
BildergalerieGegen die Schwerkraft
ArtikelMaschinen drillen Fußballstars
ArtikelPlant RIM den Blackberry mit Touchscreen?
AKTUELLE UMFRAGE


WEB-LinkBetriebliche Gesundheitsvorsorge


Sorgt sich ihr Arbeitgeber um ihre Gesundheit? Gibt es in ihrem Unternehmen Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge? Unter allen Teilnehmern der Umfrage verlosen wir einen POLAR FS1 Fitness-Computer mit Herzfrequenzmesser, Uhr und Alarmfunktion.

Dax-30-Klickspiel
KÖPFE
16.05. 13:36 Sanierer führt jetzt DüsselHyp
Ein neuer Vorstand soll die ins Straucheln geratene Düsseldorfer Hypothekenbank für den Verkauf vorbereiten. Nachdem der Einlagensicherungsfonds das angeschlagene Institut Ende April aufgefangen hatte, besetzte er gestern den Vorstand neu.
16.05. 11:00 Vom Directeur zum Boss
Der Dior-Manager Claus-Dietrich Lahrs wird neuer Vorstandschef des größten deutschen Modekonzerns Hugo Boss.
16.05. 07:00 Bill Gates' neuer Mann für gute Zwecke
Wer kann schon 4 Milliarden Dollar im Jahr verteilen? Jeff Raikes, bis Anfang des Jahres noch Top-Manager bei Microsoft. Denn er wird ab September die Geschicke der Bill & Melinda Gates Stiftung lenken, mit rund 37 Milliarden Dollar Vermögen, die mit Abstand solventeste Stiftung der Welt.
ArtikelNachfolgestreit überschattet Pleisters 60. Geburtstag  (15.05)
ArtikelAus eigener Züchtung  (15.05)
ArtikelFitch entlässt Chef des deutschen Bankenteams  (15.05)
BILDERGALERIEN
Bildergalerie  Einmal Sterne und zurück
Von einer „Hochzeit im Himmel“ spricht Jürgen Schrempp, als er vor zehn Jahren, am 7. Mai 1998, die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler zur „Welt AG“ verkündet. „Wir können es jetzt mit jedem aufnehmen.“ Heute ist die Unternehmensehe längst geschieden. Einmal Sterne und zurück – die wichtigsten Meilensteine der Verbindung. Und: Wie Daimler und Chrysler heute dastehen.

Tino Andresen und Carsten Herz
Bildergalerie  Die wertvollsten Banken Europas
Die Finanzkrise wirkt sich massiv auf die Börsenwerte der europäischen Großbanken aus. Auch Rezessionsängste und enttäuschende Quartalszahlen verschrecken die Anleger. Das wirbelt die Rangfolge der Kreditinstitute durcheinander. Die Top ten der wertvollsten Banken Europas und wo die deutschen Institute stehen.

Bildergalerie  Die spektakulärsten Banken-Schieflagen seit 1974
Die deutsche Bankenszene hat schon so manchen Tiefschlag wegstecken müssen: Immer wieder gab es spektakuläre Pleite und bemerkenswerte Schieflagen von Instituten, die für Schlagzeilen sorgten. Ein Überblick über einige der spektakulärsten Fälle seit 1974.

Bildergalerie  28 Milliarden für die Anleger
Mit 28 Milliarden Euro schütten die Dax-Konzerne in diesem Jahr so viel Geld aus wie noch nie. Trotzdem gibt es auf den Hauptversammlungen Anlass, kritisch nachzuhaken – denn ob die Unternehmen auch im nächsten Jahr noch auf Rekordniveau verteilen, ist fraglich. Welche Konzerne die höchste Dividendenrendite aufweisen – und welche Fragen die Aktionäre welchem Unternehmen unbedingt stellen sollten.

Bildergalerie  Was Dax-Konzerne ihren Aufsehern zahlen
Die wachsende Professionalisierung deutscher Aufsichtsräte zahlt sich für die Mitglieder der Kontrollgremien in barer Münze aus. Die 30 Dax-Firmen ließen sich ihre Chefaufseher im vergangenen Jahr durchschnittlich 15 Prozent mehr kosten als im Vorjahr. Doch die Bezüge unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen enorm – ein Ranking.

Bildergalerie  Die größten US-Unternehmen
Welches sind die größten Unternehmen der Vereinigten Staaten? Wir zeigen die Topfirmen der weltweit wichtigsten Volkswirtschaft mit Logos und Chefs. Auch Informationen zu Umsatz und Ergebnis und deren Entwicklungen finden sich, ebenso Mitarbeiterzahl und Börsenwert – das ultimative Ranking.


Handelsblatt.com
VideoAudioMobilJobsNewsletterForumWeblogShopArchiv / wirtschaftspresse.bizAbo / Leserservice
Geschäftsführer-Quiz

Bei Fehlern drohen Geschäftsführern Haftungsfolgen. Testen Sie Ihr Wissen.
Charts der Woche

Grafik für Grafik: Kursverläufe, die besonders aufgefallen sind.
Vielflieger gefragt

Testen Sie Ihr Wissen rund ums Thema Fliegen im aktuellen Luftfahrt-Quiz.
VorschauVorschau

Alle wichtigen Termine für die Wirtschaft im Überblick