Großen Schaden hätten sie ihren Häusern zugefügt, beklagen IKB
und Sachsen LB gleichermaßen. Beide Institute überlegen, ob sie ihre früheren Vorstandsmitglieder wegen der Verluste aus Immobilieninvestments Klage erheben. Das könnte Folgen für Manager-Haftpflichtversicherungen allgemein haben.
HB DÜSSELDORF. Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB
prüft einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge Schadenersatzklagen gegen ihre früheren Vorstandsmitglieder um Ex-Chef Stefan Ortseifen. Dies berichtete das Düsseldorfer Magazin vorab unter Berufung auf eine IKB
-Sprecherin. Auch die in der Landesbank Baden-Württemberg aufgegangene Sachsen LB prüfe eine Klage auf Schadenersatz gegen ihren früheren Vorstand, berichtete das Magazin. Einen entsprechenden Schaden habe die Bank bei ihrem Versicherer für Managementschäden angezeigt. Beide Banken hatten hohe Verluste erlitten, nachdem das Management in minderwertige Immobilienpapiere investiert hatte.
Die zunehmende Zahl von Schadenersatzklagen gegen Manager führe dazu, dass die Prämien für die Managerhaftpflicht drastisch um bis zu 50 Prozent stiegen, berichtete die "Wirtschaftswoche" weiter. Makler prognostizierten, dass Mittelständler bei Verträgen für 2010 zehn Prozent mehr zahlen müssten, börsennotierte Unternehmen 40 bis 50 Prozent. Dabei seien die Schäden aus der US-Hypothekenkrise noch nicht einmal alle angemeldet. Die Prämien stiegen deshalb vor allem für Banken.

