0 Bewertungen
17.05.2008 
IKB und Sachsen LB

Banken wollen gegen Ex-Vorstände klagen

Großen Schaden hätten sie ihren Häusern zugefügt, beklagen IKB und Sachsen LB gleichermaßen. Beide Institute überlegen, ob sie ihre früheren Vorstandsmitglieder wegen der Verluste aus Immobilieninvestments Klage erheben. Das könnte Folgen für Manager-Haftpflichtversicherungen allgemein haben.

HB DÜSSELDORF. Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB prüft einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge Schadenersatzklagen gegen ihre früheren Vorstandsmitglieder um Ex-Chef Stefan Ortseifen. Dies berichtete das Düsseldorfer Magazin vorab unter Berufung auf eine IKB-Sprecherin. Auch die in der Landesbank Baden-Württemberg aufgegangene Sachsen LB prüfe eine Klage auf Schadenersatz gegen ihren früheren Vorstand, berichtete das Magazin. Einen entsprechenden Schaden habe die Bank bei ihrem Versicherer für Managementschäden angezeigt. Beide Banken hatten hohe Verluste erlitten, nachdem das Management in minderwertige Immobilienpapiere investiert hatte.

Die zunehmende Zahl von Schadenersatzklagen gegen Manager führe dazu, dass die Prämien für die Managerhaftpflicht drastisch um bis zu 50 Prozent stiegen, berichtete die "Wirtschaftswoche" weiter. Makler prognostizierten, dass Mittelständler bei Verträgen für 2010 zehn Prozent mehr zahlen müssten, börsennotierte Unternehmen 40 bis 50 Prozent. Dabei seien die Schäden aus der US-Hypothekenkrise noch nicht einmal alle angemeldet. Die Prämien stiegen deshalb vor allem für Banken.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Deutsche kaufen mehr Bausparverträge  Artikel in Merkliste

10.10.2008

Die Finanzkrise bringt den Bausparkassen zusätzliches Geschäft. Auf der Suche nach sicheren Anlagen entdecken die Deutschen den Bausparvertrag wieder. Artikel


Anzeige