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20.05.2008 
Einbußen viel höher als 2007 erwartet

Japans Banken spüren US-Kreditkrise

Japans Großbanken haben durch die US-Immobilienkrise größere Einbußen erlitten als erwartet, sind jedoch weniger betroffen als ihre europäischen oder amerikanischen Konkurrenten. Die sechs größten Institute des Landes mussten Einbußen in der Höhe mehrerer Milliarden Euro hinnehmen.

dpa-afx TOKIO. Zum Ende des am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahres mussten die sechs größten Geldhäuser des Landes Einbußen durch die US-Krise in Höhe von zusammen 945,5 Mrd. Yen (5,8 Mrd. Euro) hinnehmen, mehr als dreimal so viel wie vor einem halben Jahr erwartet. Japans Banken seien jedoch gesund genug, um die Rückgänge zu verkraften, erklärte Zentralbankchef Masaaki Shirakawa am Dienstag.

Zusammengenommen sank der Nettoertrag der Banken im Geschäftsjahr 2007/2 008 (31. März) um 33,9 Prozent auf 1,8 Billionen Yen. Fünf der sechs Bankengruppen verzeichneten dabei im Berichtsjahr Rückgänge beim Reingewinn, die von der US-Immobilienkrise am schwersten betroffene Mizuho Financial Group um 49,8 Prozent auf 311,2 Mrd. Yen. Im laufenden Jahr rechnet das Institut jedoch wieder mit einem rasanten Anstieg des Nettogewinns um 79,9 Prozent. Die Sumitomo Mitsui Financial Group (Smfg) konnte derweil ihren Nettoertrag im abgelaufenen Jahr steigern.

Mizuho verbuchte Wertberichtigungen von 645 Mrd. Yen in Folge der Krise, bis Dezember waren es noch 345 Mrd. Yen. Mitsubishi UFJ Financial Group, Japans größte Bankengruppe, vermeldete Einbußen von 123 Mrd. Yen, verglichen mit 95 Mrd. Yen im Januar. Bei der Sumitomo Mitsui Financial Group waren es dagegen 93 Mrd. Yen statt erwarteter 99 Mrd. Yen, was die Bank dem im Vergleich zu Fremdwährungen gestiegenen Außenwert des Yen zu verdanken hat.

Sumitomo Trust and Banking und die Chuo Mitsui Trust Holdings verbuchten Einbußen von 79,3 Mrd. beziehungsweise 5,2 Mrd. Yen durch die US-Krise. Nur die Resona Holdings ging bislang ohne Wertberichtigungen aus der Finanzmarktkrise hervor. Manche Analysten bescheinigten Japans Banken jedoch trotz der teilweise gestiegenen Einbußen, dass sie ihre Investment-Portfolios zügig bereinigt hätten. Das Schlimmste hätten sie wohl hinter sich.

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