Für die SEB bedeutet das neue, zusätzlich eingeführte Kontomodell, dass sie zumindest einige wenige Euro pro Monat und Kunde an Gebühren erhält. Details zur Gebührenstruktur nennt die Bank noch nicht. Gleichzeitig setzt sie darauf, dass die Rabatte zum vermehrten Einsatz der Kreditkarte führen. Das würde sich positiv bemerkbar machen, weil Banken von Kreditkartenunternehmen an den Einnahmen der Kreditkartenzahlungen beteiligt werden. Experten schätzen, dass bei einer Bank heutzutage die Kosten für ein Girokonto je nach Ausgestaltung bei rund 100 Euro im Jahr liegen. Entsprechend wäre eine Grundgebühr von etwas über acht Euro im Monat bereits kostendeckend.
Kostenlose Bargeldversorgung
EC-Karte verliert: Eines haben viele der neuen Girokontomodelle gemeinsam: Die Kunden können mit der zum Konto gehörende Kreditkarte kostenlos an allen Geldautomaten in Deutschland Bargeld abheben. Wenn sich dieses Angebot beim Kunden durchsetzt, verliert die Maestro-Karte – die ehemalige EC-Karte – an Bedeutung.
Automaten für alle: Gleichzeitig verlieren die Geldautomatennetze der Sparkassen. Volksbanken und Großbankengruppen an Bedeutung. War es früher attraktiv, ein Konto bei einer Sparkasse zu haben, weil man bundesweit kostenlos abheben konnte, fällt dieses Argument nun weg. Bei SEB, Citibank oder ING Diba stehen dem Kunden via Kreditkarte alle Automaten kostenlos zur Verfügung.

