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25.03.2008 

Die Allianz würde mit der Postbank mehr als 14 Mill. zusätzliche Kunden für den Vertrieb von Versicherungen, Anlage- und Altersvorsorgeprodukte gewinnen. Zwar besteht zwischen Postbank und dem Versicherer Talanx eine bis zum Jahr 2022 laufende Vertriebspartnerschaft. Klein hat aber durchblicken lassen, dass diese Kooperation nicht in Stein gemeißelt ist. Im Umfeld der Dresdner schätzt man die Kosten für eine Auflösung auf 200 bis 300 Mill. Euro.

Wie groß bei der Allianz der Handlungsdruck in Sachen Dresdner ist, zeigt die erneute Warnung Diekmanns, es sei deutlich schwieriger geworden, das geplante Gewinnwachstum im Konzern zu erreichen. Grund ist die Dresdner, für die der Allianz-Chef bereits vor einem Monat das Renditeziel kassieren musste. Die Bank soll nun rechtlich in die Investmentbank Dresdner Kleinwort (DKIB) sowie den Privat- und Geschäftskundenbereich aufgespalten werden. Finanzkreisen zufolge prüft eine Investmentbank bereits Optionen für die DKIB, darunter den Verkauf.

Bei der Dresdner Bank selbst herrscht völlige Verunsicherung. „Die Leute haben die Nase voll“, sagte ein Banker. Die einzige Hoffnung sei, dass die Allianz nun endlich eine Strategie entwickle. Dresdner-Bank-Kreisen zufolge wurden weite Teile des Vorstands von der Aufspaltung überrascht. Walter selbst habe sich gegen den Schritt gewehrt, sich aber nicht durchsetzen können, hieß es. Das künftige Personal-Tableau der beiden Dresdner-Banken sei völlig unklar, hieß es. „Alle fürchten, dass es die nächsten zwölf Monate zu einem Schwebezustand kommt.“

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