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15.04.2008 

Teilweise sind die Wertabschläge weiterhin beachtlich. So heißt es in Finanzkreisen, Kredite zur Finanzierung der Übernahme des Yacht-Bauers Bavaria im Volumen von 100 Mill. Euro seien nur zu 65 Prozent des Nennwerts von Goldman Sachs veräußert worden. Das sei der bislang höchste Rabatt auf einen Leveraged Loan, aber eher ein Ausnahmefall, hieß es in Bankenkreisen. Der Investor Bain Capital hatte Bavaria 2007 für 1,4 Mrd. Euro erworben, wovon Goldman Sachs und Dresdner Bank rund 900 Mill. Euro mit Krediten finanzierten.

Die Akquisition von Bavaria war im vergangenen Jahr eine der letzten großen Transaktionen des durch niedrige Leitzinsen genährten Booms kreditfinanzierter Übernahmen. Danach ging den Investoren der Schmierstoff für Firmenkäufe aus.

Auch wenn dieses insbesondere für die Investmentbanken wichtige Segment des Kreditmarktes wieder in Schwung kommt, ist es nach Einschätzung von Bankern noch zu früh, Entwarnung zu geben. „Das Vertrauen wird trotz der ersten Erfolge nur allmählich, in Wellenbewegungen mit Höhen und Tiefen und im Laufe der nächsten Wochen und Monate zurückkommen“, sagte Eurohypo-Chef Knobloch.

Zur Verunsicherung dürften auch weiter Meldungen über den Kapitalbedarf von Banken beitragen. So vermeldete die US-Bank Wachovia am Montag für das erste Quartal einen Verlust und kündigte eine Kapitalerhöhung von sieben Mrd. Dollar an.

Hintergrund: Schmierstoff für Firmenkäufe fehlt

Aufstieg...
Dank einer großzügigen Kreditvergabe der Banken konnten die Finanzinvestoren in den vergangenen Jahren immer größere Firmenkäufe stemmen. In der Boomphase von 2005 bis Mitte 2007 wurden teilweise 70 bis 80 Prozent des Kaufpreises mit Krediten bezahlt.

... und Abstieg
In der Finanzkrise drehten die Banken den Geldhahn zu, weil sie die Kredite nicht mehr an den Kapitalmärkten verkaufen konnten. Das Geschäft der Finanzinvestoren stockte daraufhin und brach im ersten Quartal um 65 Prozent ein.

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