Um an Kapital zu kommen, erwägt die RBS der "Financial Times" (FT) zufolge den Verkauf von Vermögenswerten. Die Bank verhandle bereits über einen Verkauf von Angel Trains, ihrer Tochter für den Bereich Eisenbahn-Leasing. Ein Verkauf von Angel Trains könnte der Bank an die 3,5 Mrd. Pfund einbringen.
Zudem stünden auch die Versicherungsbereiche Direct Line und Churchill auf der Verkaufsliste. Dieses könnte zwischen sieben Mrd. und zehn Mrd. Pfund wert sein, berichtet die FT unter Berufung auf informierte Personen weiter. Ebenso könnte sich die RBS auch von der National Insurance Guarantee Corporation trennen und damit mehr als einer Mrd. Pfund einnehmen.
Spekulationen über eine offenbar dringend notwendige Kapitalerhöhung bei der RBS halten sich schon seit einiger Zeit. Die Bank wird noch von den Folgen der von ihr angeführten 71 Milliarden Euro teuren Übernahme und Zerschlagung der niederländischen Bank ABN Amro belastet. Zudem hat sie im europäischen Bankenvergleich eine der dünnsten Eigenkapitalausstattungen.

