0 Bewertungen
06.05.2008  | Aktualisiert 06.05.2008, 16:15 Uhr 

In Indien blasen die Münchener indes mit ihrem dritten Joint Venture in nur anderthalb Jahren zur Aufholjagd auf den Lokal-Rivalen Allianz. Dessen Sach- und Lebens-Joint Ventures haben eine mehr als 220 000 Köpfe starke Vertreter-Armee aufgebaut und schreiben bereits über eine Mrd. Euro Prämien. "Der Rückstand macht uns nicht nervös", beteuert von Bomhard. Der Markt sei auf Jahrzehnte gefeit gegen Sättigung.

Für Hero Ergo Life gilt ein ambitioniertes Ziel: In acht bis zehn Jahren will die Gesellschaft unter Indiens fünf größte private Lebensversicherer kommen. Auf dieses Segment entfallen laut HSBC mehr als 80 Prozent aller Prämieneinnahmen, und es wächst am schnellsten; in den letzten beiden Jahren hat sich der Markt auf 40 Mrd. Dollar mehr als verdoppelt.

"Viele Firmen sehen den indischen Markt inzwischen als aussichtsreicher an als den chinesischen", meint HSBC-Analyst John Russel. Ein hohes Wirtschaftswachstum, eine riesige, junge Bevölkerung, stetige Deregulierung und die Erfolge der 16 gleich nach der Öffnung 2001 gestarteten Rivalen locken eine zweite Welle globaler Versicherer ins Land. 29 sind bereits aktiv, davon 17 im Lebens-Geschäft. Zu den jüngsten Neuankömmlingen zählen die britische HSBC Insurance, Aegon aus Holland, Dai-ichi Mutual Life aus Japan und Société Générale Life.

Die sorgsame Auswahl der richtigen Partner hatte für von Bomhard Vorrang. Für Hero sprachen Kapitalstärke und ein gutes Marken-Image. Als größter Motorradhersteller der Nation ist Hero zudem im ländlichen Indien tief verwurzelt. Zur Diversifizierung haben sich die Inder neben den Münchenern mit einer weiteren Dax-Größe verbündet: Vor zwei Wochen schloss Hero ein Joint Venture mit dem Daimler-Konzern, der 1,1 Mrd. Dollar in die LKW-Herstellung investiert.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Verloren im Netz

19.07.2008
Anzeige

weiterImmobilien + Vorsorge

Sonnenplatz am Meer  Artikel in Merkliste

20.07.2008, 10:32 Uhr

„Die Insel Kythnos ist von Athen durch die gute Fährverbindung in nur einer Stunde zu erreichen, und die Immobilienwerte sind bisher noch niedrig“, schwärmt der griechische Immobilienrecht-Spezialist Dimitris Ziouvas. Ferienimmobilien in Griechenland und auch in der Türkei sind gefragt. Doch Vorsicht: Beim Kauf drohen in beiden Ländern rechtliche Fallstricke. Artikel


Anzeige