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10.05.2008 

Das Fördergeschäft muss Dombret jedoch noch lernen. Allerdings wird das von Bankern als das kleinere Problem angesehen. Die Gratwanderung zwischen Wirtschaft und Politik, die mit dem sehr politisch bestimmten Posten des KfW-Chefs verbunden ist, trauen ihm Kollegen zu. Ohnehin arbeitet er beispielsweise im Ausschuss für Regierungsbeziehungen bei American Chamber of Commerce und ist Mitglied des Auslandsbankenausschusses im Bundesverband deutscher Banken. In seiner Zeit beim Bankhaus Rothschild hat er maßgeblich an der Fusion der Hypo-Vereinsbank mit der italienischen Unicredit mitgearbeitet. Für sein Engagement für den Finanzplatz Frankfurt erhielt er im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz. Die für einen Investmentbanker niedrige Bezahlung von rund 0,8 Mill. Euro, ist für Dombret dem Vernehmen nach kein Problem, da er in seiner langen Laufbahn gut verdient hat. So hat er etwa eine Stiftung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster gegründet.

Sein Konkurrent Schröder galt seit Ende April zunächst als erste Wahl für die Nachfolge von Matthäus-Maier. Der derzeitige Chef der Förderbank NRW-Bank und studierte Jurist hat im Umgang mit der Politik große Erfahrung und gilt als ein umsichtiger Manager. Frank Schäffler von der FDP hielte Schröder „für keine schlechte Wahl, schließlich hat er die NRW-Bank gut aufgestellt“. Schröder ist ein Gewächs der Westdeutschen Landesbank, wo er nach verschiedenen leitenden Positionen in den Vorstand der Düsseldorfer Landesbank vorrückte. Nach der Aufspaltung der Westdeutschen Landesbank in die WestLB und die NRW-Bank auf Druck der Brüsseler Wettbewerbshüter wechselte Schröder in den Vorstand des neuen Förderinstituts, dem er seit 2006 vorsteht.

Der Dauerläufer ist Refinanzierungsexperte. Ihm trauen Beobachter am besten zu, Ängste zu entkräften, dass die Förderaktivitäten und die Unterstützung des Mittelstandes durch die KfW unter den aufgebrauchten milliardenschweren Reserven leiden könnten. Außerdem hat er es verstanden, Ärger mit Brüsseler EU-Kommission in seiner Zeit bei der NRW-Bank zu entgehen.

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