| HANDELSBLATT, Freitag, 15. Februar 2008, 09:26 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Trotz Finanzkrise | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Postbank knackt erstmals Milliardenmarke | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Trotz des anhaltend scharfen Wettbewerbs um Privatkunden und der Finanzkrise hat die Postbank ihren Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Eine höhere Dividende soll trotzdem nicht gezahlt werden. Anleger lassen sich davon nicht abschrecken und greifen zum Börsenstart zu. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
HB FRANKFURT. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 6,7 Prozent auf 1,004 Mrd. Euro, wie die größte deutsche Filialbank am Freitag mitteilte. Unter dem Strich stand sogar ein Plus von rund 25 Prozent auf 871 Mill. Euro zu Buche. Grund für den Anstieg waren Zuwächse im Zins- und Provisionsüberschuss sowie eine deutlich geringe Steuerlast. Die zur Deutschen Post gehörende Bank hatte im vergangenen Jahr allerdings auch mit der Finanzkrise zu kämpfen. Sie schrieb insgesamt 112 Mill. Euro ab auf Engagements im US-Hypothekenmarkt. Im Schlussquartal brach der Gewinn nach Steuern deshalb um fast 40 Prozent auf 169 Mill. Euro ein. Trotz der Gewinnsteigerung im vergangenen Jahr will das Institut ihren Aktionären keine höhere Dividende ausschütten. Angesichts der 2006 ohne Kapitalerhöhung durchgeführten Akquisitionen von BHW und den Filialen des Mutterkonzerns Deutsche Post schlage der Vorstand für 2007 eine unveränderte Ausschüttung von 1,25 Euro je Aktie vor, hieß es. Bezogen auf 164 Mill. Aktien entspreche das einer gesamten Ausschüttungssumme von 205 Mill. Euro.
Im laufenden Jahr rechnet das Geldhaus mit einem unverändert schwierigen Marktumfeld. Die Erträge würden deshalb gegenüber 2007 zunächst nur moderat steigen. Die Postbank erwarte weiterhin einen scharfen Wettbewerb im deutschen Privatkundenmarkt sowie eine flache Zinsstrukturkurve. Der Unterschied zwischen den kurz- und langfristigen Zinsen bleibt also nach Einschätzung des Instituts weiterhin gering, das belastet die Margen der Banken. Eine wesentliche Verschlechterung des Kapitalmarktumfelds sieht die Postbank dagegen nicht. Im laufenden Jahr will die zur Deutschen Post gehörende Bank ein Ergebnis vor Steuern von 1,22 Mrd. Euro ausweisen. Die Verwaltungsaufwendungen sollen in diesem Jahr „spürbar zurückgehen“. Dagegen werde sich die Risikovorsorge für faule Kredite angesichts eines erhöhten Kreditvolumens ausweiten. Anleger zeigten sich zufrieden. Der Kurs der Postbank-Aktie legte zum Börsenstart um knapp anderthalb Prozent zu. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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