Der Schweizer Rückversicherer Converium hat mitten im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch Scor seinen Quartalsüberschuss verdreifacht.
dpa-afx ZÜRICH. Der Nettogewinn sei in den ersten drei Monaten des Jahres wegen Sondereffekten von 49,9 auf 150,9 Mill. Dollar gesprungen, teilte Converium am Donnerstag in Zürich mit. Hauptursachen des Anstiegs waren eine Wertberichtigung für Steuerforderungen in Höhe von 85,2 Mill. Dollar sowie realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen in Höhe von 30,3 Mill. Dollar. Den Sondererträgen standen Aufwendungen für Sturmständen gegenüber.
Die Katastrophenschäden durch den Wintersturm Kyrill habe das Ergebnis im ersten Quartal mit 44,6 Mill. Dollar belastet. Die Schaden-Kosten-Quote im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von 96,5 Prozent auf 104,6 Prozent. Auf normalisierter Basis - unter anderem nach Herausrechnung der Kyrill-Schäden - lag die Quote bei 97,8 Prozent. Die Summe der gebuchten Bruttoprämien stieg um zehn Prozent auf 711,8 Mill. Dollar. Die verdienten Nettoprämien legten um 8,5 Prozent auf 460 Mill. Dollar zu.
Für das Gesamtjahr rechnet Converium mit einer positiven Entwicklung. Die gebuchten Bruttoprämien sollen auf mindestens 2,2 Mrd. Dollar zulegen. Für die Schaden-Kosten-Quote im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft werden 98,5 Prozent angestrebt.
Converium-Chefin Inga Beale wies das Übernahmegebot des französischen Mitbewerbers Scor erneut zurück. "Wir glauben, dass unsere hervorragende finanzielle Performance und der nachweisliche Fortschritt bei der Umsetzung unserer Zukunftsplanung weitere Belege für unsere Ansicht sind, dass das feindliche Angebot von Scor Converium und seine mittelfristigen Aussichten unterbewertet", sagte sie. Bleibe das Angebot unverändert, werde Converium es weiterhin ablehnen. Scor bietet 2,56 Mrd. Dollar für Converium.

