Der weltgrößte Rückversicherer Swiss Re hat ihren Gewinn im ersten Quartal um mehr als die Hälfte gesteigert und die Erwartungen der Analysten übertroffen.
dpa-afx ZÜRICH. Der Überschuss sei um 54 Prozent auf 1,329 Mrd. Schweizer Franken gewachsen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Zürich mit. Von der Schweizer dpa-AFX-Partneragentur AWP befragte Branchenexperten hatten im Schnitt mit 1,129 Mrd. Franken gerechnet. Swiss Re bekräftigte das Ziel, im Gesamtjahr ein Gewinnwachstum je Aktie von zehn Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 13 Prozent zu erzielen.
Auch bei der Schaden-Kosten-Quote im traditionellen Geschäft lag der Rückversicherer besser als von Analysten erwartet. Die Zahl, die die Deckung der Kosten und Schadensummen durch die Prämieneinnahmen zusammenfasst, lag bei 94,8 Prozent und war damit besser als die Expertenprognose von 96,0 Prozent. Der Wintersturm Kyrill hatte bei der Swiss Re früheren Angaben zufolge mit netto mit einer Schadenbelastung von etwa 140 Mill. Euro zu Buche geschlagen.
Bei den verdienten Nettoprämien und der Entwicklung des Eigenkapitals blieb die Swiss Re hinter den Prognosen zurück. Während die befragten Analysten im Schnitt mit Nettoprämien von 8,656 Mrd. Franken gerechnet hatten, lag der Wert tatsächlich lediglich bei 8,091 Mrd. und damit 23 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Der Zuwachs war vor allem der Übernahme von Insurance Solution zu verdanken.
Das Eigenkapital lagen zum Quartalsende (31. März) mit 30,4 Mrd. unter der Prognose von 31,0 Mrd. Franken. Dies war auch ein Rückgang gegenüber dem Ende des Vorquartals (31. Dezember), als das Eigenkapital noch 30,884 Mrd. Franken betragen hatte. Den Rückgang führte Swiss Re auf den ersten Teil des Aktienrückkaufprogramms in Höhe von 1,7 Mrd. Franken zurück. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen belief sich auf 2,3 Mrd. Franken, was einem Plus von 44 Prozent entspricht.

