Die Hannover Rück hat ihren Gewinn trotz des Wintersturms „Kyrill“ und der Überschwemmungen in Großbritannien im ersten Halbjahr 2007 deutlich gesteigert. Für das Gesamtjahr bleibt der Rückversicherer optimistisch. Vor allem die Unternehmenssteuerreform soll dem Konzern zum Rekordgewinn verhelfen.
HB HANNOVER. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um 15,8 Prozent auf 467,7 Millionen Euro gestiegen, teilte der weltweit viertgrößte Rückversicherer am Freitag in Hannover mit. Den Überschuss hat der Rückversicherer um 14,2 Prozent auf 293,0 Millionen Euro erhöht. Die gebuchte Bruttoprämie ging dagegen um 10,4 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro zurück. Ausschlaggebend dafür sei der zu Ende Mai abgeschlossene Verkauf der US-Tochter Praetorian, erläuterte die Hannover Rück.
Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte Vorstandschef Wilhelm Zeller, er erwarte ein sehr gutes Ergebnis, das über dem des Vorjahres liegen werde. Das sehr erfreuliche Halbjahresergebnis sei eine sehr gute Basis, um 2007 das Gewinnziel einer Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent zu erreichen, erklärte das Unternehmen.
Allein aus der Unternehmenssteuerreform erwarte man einen einmaligen Ertrag von rund 180 Millionen Euro, erklärte er. Auch ohne den Effekt der Steuerreform gehe die Hannover Rück davon aus, dass das Ergebnis über dem des Jahres 2006 liegen werde. Das Unternehmen hatte schon im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt.

