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01.03.2007 
Von Bomhard setzt auf Zusatzversicherungen

Ergo sucht Übernahmekandidaten

Die Münchener Rückversicherung will bei ihrer Erstversicherungsgruppe Ergo die Krankenversicherung ausbauen. Voraussetzung für Akquisitionen sei aber ein Zugewinn an Vertriebskraft.

HB DÜSSELDORF. „Der ein oder andere Krankenversicherer könnte nach der Gesundheitsreform die Lust verlieren. Wir sind für Zukäufe ansprechbar“, sagte der Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard. Die Enkelgesellschaft Deutsche Krankenversicherung (DKV) habe mit den Zukäufen der Krankensparten von Gerling und Zurich gezeigt, dass man Unternehmen integrieren könne.

Die Zahl der knapp 50 Krankenversicherer könnte nach Meinung von Branchenbeobachtern in Zukunft sinken. Die Gesundheitsreform hat das Geschäft mit Vollversicherungen unter anderem durch eine Restriktion beim Neuzugang und die Einführung eines Basistarifs verschlechtert. Wachstumsperspektiven verspricht sich von Bomhard daher in den Zusatzversicherungen. Hier sei die DKV „mit deutlichem Abstand Marktführer“. 2006 seien allein 600 000 dieser Policen verkauft worden.

Weltweit will die Münchener Rück zusammen mit der DKV den Krankenversicherungsbereich stärken. „Wir setzen hier besonders auf unseren Vorsprung an Erfahrung – schließlich sind wir seit fast 20 Jahren im internationalen Gesundheitsmarkt aktiv“, sagte von Bomhard. Darüber hinaus will er im Bereich der Vorsorge in ausgewählten ost- und südosteuropäischen Staaten sowie in Schwellenländern wie Indien wachsen.

Die Ergo-Gruppe (D.A.S., DKV, KarstadtQuelle, Victoria und Hamburg-Mannheimer) hat 2006 mit fast unverändert 15,93 Mrd. Euro Beitragseinnahmen ihr Ergebnis um 15,3 Prozent auf 906 Mill. Euro gesteigert. Die Schaden- und Kostensituation hat sich weiter verbessert. Je 100 Euro Beitrag waren für Kosten und Schäden 90,7 (92,3) Euro aufzuwenden.

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