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15.03.2007 
Beitragsplus von 2,3 Prozent

Versicherungsbranche ist zufrieden mit 2006

Die Versicherungswirtschaft blickt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. So stiegen die Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg um 2,3 Prozent und beliefen sich auf 161,6 Mrd. Euro. Insbesondere für die Lebensversicherer war es ein erfolgreiches Jahr.

HB BERLIN. Wie der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Bernhard Schareck, am Donnerstag in Berlin mitteilte, trugen die Lebens- und privaten Krankenversicherer trugen mit einem Beitragsplus von 4,1 und 4,0 Prozent zu der positiven Entwicklung bei.

Seit Beginn der Riester-Rente wurden bis Ende vergangenen Jahres 22,2 Mill. Verträge neu abgeschlossen. Das bereits sehr gute Ergebnis von 2005 konnte 2006 um 80 Prozent übertroffen werden. Schareck verkündete den Abschluss von mehr als zwei Mill. neuen Riester-Verträgen.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge im Bereich der Lebensversicherung, Pensionskassen und Pensionsfonds im vergangenen Jahr 8,5 Mill. neue Verträge über eine Versicherungssumme von 259 Mrd. Euro abgeschlossen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 8,5 Prozent.

Bei den privaten Krankenkassen stiegen die Beitragseinnahmen auf 28,4 Mrd. Euro. Die Mehreinnahmen resultierten vor allem aus steigenden Leistungsausgaben, die zu Beitragserhöhungen führten und weniger aus dem Gewinnen von neuen Kunden. Die Branche machte darauf aufmerksam, dass sich die Diskussion über die Zukunft der PKV negativ auf das Versicherungsgeschäft ausgewirkt habe.

Auch die deutschen Schaden- und Unfallversicherer konnten auf ein zufrieden stellendes Geschäftsjahr 2006 zurückblicken. Über alle Sparten hinweg wurde ein versicherungstechnischer Gewinn in Höhe von 3,9 Mrd. Euro erzielt. Allerdings entwickelte sich das Geschäft nicht in allen Sparten gleichermaßen gut, wie der GDV mitteilte. So habe sich in der Kraftfahrtversicherung der schon im Vorjahr beobachtete Rückgang der Beitragseinnahmen mit einem Minus von 3,8 Prozent fortgesetzt.

In diesem Jahr gehen vor allem die Lebensversicherer von einer weiteren Ausweitung des Geschäfts besonders im Bereich der Altersvorsorge aus. Schareck verwies darauf, dass mit den tief greifenden demographischen Veränderungen ein wachsender Bedarf an Seniorenprodukten bestehe.

Trotz Neustrukturierung der Versicherungsbranche konnte die Beschäftigung über die vergangenen Jahre hinweg relativ stabil gehalten werden. Mit Massenentlassungen oder umwälzenden Verlagerungen des Geschäfts ins Ausland wird auch 2007 nicht gerechnet.

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