Die Versicherungsgruppe Ergo ist mit einem Gewinnsprung ins Jahr gestartet. Operativ verbuchten die Düsseldorfer einen Plus von rund 80 Millionen Euro.
HB DÜSSELDORF. Der Überschuss sei im Auftaktquartal um 78 Prozent auf 258 Millionen Euro gestiegen, teilte Deutschlands zweitgrößter Erstversicherer am Freitag mit. Operativ legte der Gewinn der zu Münchener Rückversicherung gehörenden Gruppe um rund 32 Prozent auf 328 Millionen Euro (Vorjahr: 248 Millionen) zu.
Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen über alle Sparten um 1,8 Prozent auf 4,4 (4,3) Milliarden Euro. Während im Inland ein Rückgang um 0,6 Prozent von 3,52 auf 3,50 Milliarden Euro zu verzeichnen gewesen sei, fiel im Ausland ein deutliches Plus von 13 Prozent an. Die Zunahme resultiere vor allem aus dem Erwerb der türkischen Isvicre 2006. In der Lebensversicherung gingen die Gesamtbeiträge um 2,7 Prozent zurück. Hingegen wuchsen sie in der Krankenversicherung um 5,1 Prozent. Das Kapitalanlageergebnis legte um 76,8 Prozent von 1,1 auf 2,0 Milliarden Euro zu, vor allem dank hoher Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und Immobilien.
Der Orkan Kyrill führte bei Ergo in den ersten drei Monaten zu einer Nettoschadensbelastung von 60 Millionen Euro und ließ die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) in der Schaden-/Unfallversicherung auf 103 Prozent (Vorjahr: 95,2) steigen. Das Jahresziel einer Combined Ratio von unter 95 Prozent sei aber nicht gefährdet.

