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14.06.2007 
Zusammenarbeit

Versicherer Arag sucht nach Partnern

Seit Jahren verliert der Düsseldorfer Rechtsschutzversicherer Arag an Geschäft. Nun ist das Unternehmen auf der Suche nach Kooperationspartnern, um den Verlust seines Marktanteils zu stoppen.

lie DÜSSELDORF. „Wir sprechen mit nationalen und internationalen Versicherern und mit Handelsgesellschaften über eine Zusammenarbeit speziell in unserer Kernsparte Rechtsschutz“, sagte Vorstandschef und Eigentümer Paul-Otto Faßbender. Gesucht werden Unternehmen, die Rechtsschutz-Policen entweder unter eigenem Label oder dem der Arag verkaufen.

Der Düsseldorfer Versicherer hat damit Erfahrung: Mit Albrecht, der kleinen Rechtsschutz-Tochter der Signal Iduna, arbeitet Arag bereits zusammen. Im letzten Herbst wurden Arag-Verträge über die Ladentheken der Rewe-Gesellschaft Penny verkauft. Eine solche Aktion will Faßbender im Herbst wiederholen. Der Handelspartner stehe aber noch nicht fest.

Der Markt sei zurzeit in Bewegung – vieles sei denkbar, sagt Faßbender. Dabei verweist er auf die Schweiz, wo die Arag zunächst mit der Winterthur kooperierte und – seit diese zu Axa gehört – zum Partner der Axa wurde. Da die Axa in Deutschland mit Roland kooperiert, wird sich das Modell hier zu Lande nicht übertragen lassen.

Seit Jahren verliert die Arag an Geschäft: 2006 gingen die Beiträge um 1,5 Prozent auf 331,4 Mill. Euro zurück. Damit sank der Marktanteil auf 10,7 (11,2) Prozent. Der Rückgang sei ganz wesentlich auf die Umstrukturierung des deutschen Stammvertriebes zurückzuführen, sagt Faßbender. Dabei kehrten der Arag knapp 300 Vertreter den Rücken. Bis Ende 2009 will er den Verkaufstrupp aber wieder um 900 Mitarbeiter aufstocken.

Anders als im Inland expandiert die Arag im Ausland. Die Beiträge in der gesamten Rechtsschutzsparte stiegen dort 2006 um zwei Prozent auf 654,7 Mill. Euro. Über alle Sparten hinweg erzielte die Gruppe 1,31 (1,30) Mrd. Euro Prämie und machte damit 60,3 (33,9) Mio Euro Gewinn.

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