Der französische Versicherer Axa hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres seine Einnahmen kräftig gesteigert. Für die kürzlich übernommene DBV-Winterthur verspricht AXA eine Arbeitsplatzgarantie.
HB FRANKFURT. Vor allem in Großbritannien und in den USA seien die Geschäfte gut gelaufen, teilte der zweitgrößte Versicherer Europas am Donnerstag mit. Die Gesamteinnahmen legten um 22,3 Prozent auf 71,65 Milliarden Euro zu.
Bei der Integration des Wiesbadener Versicherers DBV-Winterthur sollen keine Mitarbeiter gekündigt und keine Standorte geschlossen werden. Darauf habe sich die Unternehmensleitung mit Arbeitnehmervertretern geeinigt, teilte die deutsche Tochtergesellschaft der französischen AXA mit. Die Arbeitsplatzgarantie gelte bis 2012 und könne unter bestimmten Bedingungen auch darüber hinaus verlängert werden. 1 200 Arbeitsplätze sollten über natürliche Fluktuation abgebaut werden.
AXA hatte die Schweizer Winterthur-Gruppe im Sommer 2006 von Credit Suisse für knapp acht Mrd. Euro gekauft. In Deutschland wechseln nun mehr als 4 000 Mitarbeiter der DBV-Winterthur zum 1. Januar zur deutschen AXA-Tochter. Management und Arbeitnehmer hätten sich auch auf einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verständigt. Die Mitarbeiter würden am Erfolg des Unternehmens beteiligt.
Alle operativen Standorte der AXA und der DBV-Winterthur in Deutschland blieben erhalten, teilte AXA mit. Allerdings werde die Hauptverwaltung der neuen AXA in Köln sein. Daher würden rund 600 Mitarbeiter von Hessen ins Rheinland wechseln. „Dazu haben Unternehmensleitung und Betriebsräte ein Paket verhandelt, das den Wechsel nach Köln attraktiv macht.“ Bis Ende 2008 solle die Verlagerung der Funktionen abgeschlossen sein.
Die Beitragseinnahmen beider Unternehmen seien zusammengenommen in den ersten neun Monaten 2007 um 2,3 Prozent gestiegen.

