Nach der Gotthardbank verkauft der Schweizer Lebensversicherungskonzern Swiss Life
wie angekündigt seine Tochtergesellschaften in den Niederlanden und in Belgien für rund 2,5 Mrd. Franken. Für den Betrag ist schon eine Verwendung vorgesehen.
HB ZÜRICH. Er soll über die kommenden 18 Monaten in ein Aktienrückkaufprogramm fließen, wie Swiss Life
am Montag mitteilte. Der Volumen des geplanten Rückkaufs entspricht rund einem Viertel des Börsenwertes der Gesellschaft.
Käufer der Töchter in Belgien und den Niederlanden ist SNS Reaal. SNS sei ein führender Anbieter von innovativen Finanzdienstleistungen in den Niederlanden, so Swiss Life
weiter. Der Verkaufspreis soll höchstens 1,535 Mrd. Euro oder 2,51 Mrd. Franken betragen. Davon sind 90 Mill. Euro von der Wertentwicklung der verkauften Gesellschaften abhängig. Der Abschluss der Transaktion wird Mitte 2008 erwartet.
Swiss Life
Für die Gotthardbank, die Anfang des Monats an die Generali-Tochter BSI verkauft wurde, erhält Swiss Life
1,875 Mrd. Franken.
Den Verkauf in den Niederlanden und in Belgien begründete Swiss Life
damit, dass es nicht möglich gewesen wäre, in diesen beiden Märkten in einem angemessenen Zeitraum eigenständig eine nachhaltig profitable Marktposition mit einer kritischen Größe zu erreichen.
Die beiden Gesellschaften trugen zwölf Prozent zu den Prämien und 13 Prozent zum Ergebnis des Versicherungssegments der Gruppe bei. Vom gesamten Embedded Value der Swiss Life
Gruppe von 12,5 Mrd. Franken per Ende Juni machte das Geschäft 2,4 Mrd. Franken aus.
An der Börse wurde der Verkaufspreis als sehr gut eingestuft. Die Aktie wurde vorbörslich vier Prozent höher eingestuft.

