Gerüchte über eine mögliche Übernahme des größten französischen Lebensversicherers CNP durch den Axa -Konzern halten die Finanzmärkte in Atem. Nach Informationen der Zeitung "Les Echos“ startet Axa derzeit hinter den Kulissen eine Offensive für eine Übernahme – jedoch scheint es noch keine offizielle Kontaktaufnahme zu geben.
PARIS. Axa
wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Die Großaktionäre der CNP, das staatliche Finanzinstitut Caisse des Dépots et Consignations (CDC), die Sparkassen und die staatliche Post dementierten umgehend Verkaufspläne.
Dennoch schoss der Aktienkurs von CNP am Freitag zeitweise um zwölf Prozent nach oben, auch Axa
legte zwischenzeitlich um rund drei Prozent zu. Analysten halten den Deal für möglich, auch wenn er schwer umzusetzen sei. Die Analysten von Cheuvreux bezeichneten einen Kauf von CNP als "alten Traum“ der Axa.
Im April hatte Axa
-Chef Henri de Castries gegenüber "Le Figaro“ erklärt, grundsätzlich Interesse an der CNP zu haben. "Aber im Moment ist das Dossier nicht geöffnet“, hatte er damals gesagt.
Tatsächlich würde ein solcher Deal für Axa
Sinn machen. Unter den Lebensversicherern würde Axa
mit der CNP in Frankreich zum unumstrittenen Marktführer aufsteigen, der rund 27 Prozent Marktanteil hielte. Derzeit ist Axa
auf seinem Heimatmarkt nur die Nummer drei mit knapp zehn Prozent. Die Experten von Cheuvreux rechnen dennoch nicht mit Kartellrechtlichen Problemen. Beim Absatz von Lebensversicherungen spielen in Frankreich Banken eine dominante Rolle. Über die Bankschalter kommen rund 60 Prozent der Prämieneinnahmen herein. Daher ist die Nummer zwei im Markt die Versicherungstochter der Großbank Crédit Agricole.
Dagegen hat Axa
– abgesehen von einigen Vertriebsabkommen – ausgerechnet im Heimatmarkt keinen festen Bankpartner beim Absatz von Lebensversicherungen.
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