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HANDELSBLATT, Montag, 14. April 2008, 16:24 Uhr
Aktie bricht ein

Wachovia überrascht mit Quartalsverlust

Die viertgrößte US-Bank Wachovia hat im ersten Quartal überraschend einen Verlust verbucht und damit die Börse schockiert. Das Institut plant jetzt, umfassend auf die Probleme zu reagieren. Das werden nicht nur die Aktionäre zu spüren bekommen.


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HB NEW YORK. Die Hypothekenkrise hat der viertgrößten US-Bank Wachovia die Bilanz verhagelt. Im ersten Quartal habe das Institut einen Verlust verbucht, teilte die Bank am Montag mit. Analysten hatten trotz der Belastungen infolge der Kreditkrise mit einem Gewinn gerechnet. Die in Charlotte im Bundesstaat North Carolina ansässige Bank will nun mit einer Kürzung der Dividende und einer Kapitalaufstockung ihre finanzielle Lage stabilisieren. Zudem ist ein Stellenabbau geplant.

Der Aktienkurs von Wachovia fiel nach Börsenbeginn in New York um fast neun Prozent. Der Quartalsverlust habe einschließlich Sonderposten 393 Mill. Dollar oder 20 Cent je Aktie betragen, teilte Wachovia mit. Ohne Sonderposten habe der Verlust bei 270 Million Dollar oder 14 Cent je Aktie gelegen. Zudem gab die Bank den Nettoverlust vor Berücksichtigung der Anteile Dritter mit 350 Mill. Dollar an. Die Einnahmen bezifferte das Institut in dem Vierteljahr mit 7,9 Mrd. Dollar, was einem Minus von fünf Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2007 entspricht.

Analysten hatten hingegen trotz der Belastungen durch die Kreditkrise einen Gewinn von 48 Cent je Aktie und Einnahmen in Höhe von 8,37 Mrd. Dollar erwartet. Vor einem Jahr erwirtschaftete die Bank noch einen Gewinn von 2,3 Mrd. Dollar oder 1,20 Dollar je Anteilsschein.

Die Kreditkrise in den USA hatte bereits im vorangegangenen Quartal die Wachovia-Bilanz belastet und zu einem deutlichen Gewinneinbruch geführt. Für Kreditausfälle hat die Bank im ersten Vierteljahr nach eigenen Angaben 2,83 Mrd. Dollar zurückgelegt; vor Jahresfrist waren es noch 177 Millionen. Die Investmentsparte musste 1,56 Mrd. Dollar abschreiben.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wie Wachovia reagieren will


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