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08.05.2008 
US-Versicherer im Sumpf der Finanzkrise

AIG meldet erneut einen Milliardenverlust

von Torsten Riecke

Der weltgrößte Versicherer American International Group (AIG) hat in den ersten drei Monaten einen Verlust von 7,8 Mrd. Dollar eingefahren. Für den zweiten Quartalsverlust hintereinander ist vor allem die Hypothekenkrise in den USA verantwortlich. Der Druck auf Konzernchef Martin Sullivan wächst.

NEW YORK. AIG musste enorme Wertberichtigungen vornehmen, hofft aber, dass es sich dabei nur um einen vorübergehenden Wertverlust handelt. So hat der Versicherer noch einmal rund neun Mrd. Dollar auf sein Portfolio von so genannten credit default swaps abgeschrieben. Dabei handelt es sich um handelbare Kreditversicherungen. Außerdem gingen im Investmentgeschäft weitere sechs Mrd. Dollar verloren. AIG plant eine Kapitalerhöhung von insgesamt 12,5 Mrd. Dollar, um die Buchverluste aufzufangen.

Der zweite Quartalsverlust in der 89-jährigen Geschichte von AIG bringt Konzernchef Martin Sullivan unter Druck. "Er muss jetzt Ergebnisse vorweisen", sagte Rob Haines, Analyst beim Marktforscher CreditSights. Die Aktie des Unternehmens hat in de vergangenen zwölf Monaten fast 40 Prozent ihres Wertes verloren. Sullivan beharrt darauf, dass es sich bei den Abschreibungen nur um Buchverluste auf Grund der strikten "mark-to-market" Richtlinien handele. Wenn sich der Markt drehe, würden auch die Verluste verschwinden. Zu schaffen macht Sullivan auch eine Klage der Starr Foundation. Die Organisation wirft dem AIG-Chef vor, die Verluste im Geschäft mit credit default swaps verschleiert zu haben. Angeführt wird die Stiftung vom ehemaligen AIG-Chef Maurice Hank Greenberg.

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