Positive Nachrichten von der KfW Bankengruppe: Die verschiedenen Gesellschaften des Unternehmens investierten mehr in Entwicklungshilfe als jemals zuvor. Die KfW geht damit als gutes Beispiel voran – und leistet wichtige Überzeugungsarbeit.
bas FRANKFURT. Die KfW Bankengruppe hat so viel wie nie zuvor für die Förderung von Entwicklungs- und Schwellenländer ausgegeben. Mit 3,4 Mrd. Euro sagten die KfW Entwicklungsbank und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) im vergangenen Jahr ein Drittel mehr Geld zu als im Jahr zuvor. Das lag vor allem am starken Anstieg KfW-eigener Mittel. Weitere Steigerungen sind geplant. „Wir können nicht jährlich mit 30 Prozent wachsen“, sagte KfW-Vorstand Wolfgang Kroh. In den kommenden Jahren wolle die KfW Entwicklungsbank aber ihre Zusagen von derzeit knapp 2,5 Mrd. Euro auf „deutlich über drei Mrd. Euro“ steigern.
Mit 40 Prozent floss der größte Teil der Mittel nach Asien. 15 Prozent flossen nach Subsahara-Afrika, 13 Prozent nach Nordafrika und in den Nahen Osten. Bei der Afrikaförderung sei aber dafür der Anteil an Bundesmitteln, die oft als Zuschüsse statt Kredite vergeben werden, höher, sagte Kroh. Die KfW Entwicklungsbank finanziert sowohl soziale Projekte wie Bildungseinrichtungen als auch Wirtschafts- und Finanzprojekte. Die KfW-Tochter DEG fördert privatwirtschaftliche Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei sei eine Aufgabe, private Banken zu überzeugen, selbst Finanzierungen in diesen Ländern zu übernehmen, sagte DEG-Chef Winfried Polte. In Afrika etwa gebe es mittlerweile deutsche Großbanken mit Finanzierungen, die diese vor einigen Jahren noch nicht eingegangen wären.
Weiter ausbauen will die KfW den Bereich Mikrofinanzierung, in dem sie schon jetzt Kroh zufolge mit einem Portfolio von mehr als 600 Mill. Euro der weltgrößte Finanzier ist. Zur diskutierten engeren Verzahnung oder gar Fusion von KfW Entwicklungsbank und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) warte man weiter auf eine Entscheidung der Bundesregierung, sagte Kroh. „Ich denke, das wird in absehbarer Zeit geschehen.“

