Ermittler haben die Privathäuser des gesamten ehemaligen Vorstands der in Schieflage geratenen Mittelstandsbank IKB
durchsucht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Untreue und des Verstoßes gegen das Aktiengesetz. Auch der ehemalige Bankenchef Stefan Ortseifen habe unangemeldeten Besuch erhalten.
HB DÜSSELDORF. Am vergangenen Mittwoch seien die Privatwohnungen von vier ehemaligen und einem noch aktiven Vorstandsmitglied durchsucht worden, sagte der für Wirtschaftskriminalität zuständige Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, Arno Neukirchen, am Freitag. Es seien Unterlagen beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet werden müssten.
Die Maßnahme sei Teil des bereits im August bekanntgewordenen Ermittlungsverfahrens gegen den ehemaligen Vorstand. Ende Juli war bekanntgeworden, dass das Institut durch ihr Engagement auf dem US-Hypothekenmarkt in eine schwere Schieflage geraten war. Vorstandschef Ortseifen musste seinen Hut nehmen, drei weitere Vorstände folgten. Die IKB
hatte sich mit riskanten Kreditgeschäften auf dem US-Immobilienmarkt verspekuliert.

