Der Verband Öffentlicher Banken (VÖB) gerät wieder unter Druck, sich doch noch bei der gemeinsamen Rettungsaktion der deutschen Kreditwirtschaft für den notleidenden Düsseldorfer Mittelstandsfinanzierer IKB
zu engagieren.
FRANKFURT. In einem Schreiben des KfW -Vorstands
an den neuen VÖB -Präsidenten
Siegfried Jaschinski, das dem Handelsblatt (Freitagsausgabe) vorliegt, heißt es, im Namen des Bankenpools bitte man "erneut eindringlich, sich an der Nachsanierung der IKB
zu beteiligen“.
In ihrer Funktion als Poolführerin redet die KfW dem VÖB ins Gewissen, auch er müsse ein "nachhaltiges Interesse“ an einer Stabilisierung der IKB
haben. Bereits im August hatten sich die Sparkassen, die privaten Banken und die genossenschaftlichen Institute an die Förderbanken im VÖB gewandt und um Unterstützung bei der milliardenschweren Risikoabschirmung gebeten.
Beim VÖB zeigte man sich gestern allerdings weiterhin ablehnend gegenüber dem Ansinnen. Nach wie vor lasse der "enge Förderauftrag der EU-Kommission“ keine Einbindung in die Rettungsaktion zu. Zwar sei auch die KfW ein Förderinstitut, hier sei aber die Sachlage als Großaktionärin eine andere. Außerdem lasse der regionale Förderauftrag in den Landesgesetzen keine Beteiligung der VÖB -Förderbanken zu, sagte ein Sprecher.

