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06.02.2008 
In Zusammenhang mit geplantem Verkauf

IKB droht angeblich Zerschlagung

Der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB droht im Zuge des geplanten Verkaufs eine Zerschlagung. Eine Option im derzeitigen Verfahren soll eine Aufspaltung in einen „gesunden“ Mittelstandsbereich und einen risikobehafteten Wertpapierbereich sein.

Der IKB droht die Zerschlagung. Foto: dpaLupe

Der IKB droht die Zerschlagung. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Dadurch könne eine Kapitalerhöhung notwendig werden. Da der Risikoanteil wahrscheinlich nur mit einen Abschlag verkauft werden könne, entstünden für die IKB Verluste. Diese müssten dann mit frischem Kapital der Eigentümer - darunter auch die staatliche Förderbank KfW - abgedeckt werden. Einen Beschluss gibt es den Kreisen zufolge aber noch nicht. Die KfW und die IKB lehnten unter Verweis auf den Verkaufsprozess am Mittwoch eine Stellungnahme ab.

Die KfW hatte ihren knapp 38-prozentigen IKB-Anteil vor wenigen Wochen offiziell zum Verkauf gestellt und an Interessenten aus dem In- und Ausland Informationsmemoranden zur IKB verschickt. Die potenziellen Käufer seien darin aufgefordert worden, die beiden Unternehmensbereiche separat zu bewerten, sagte ein Insider. „Für beide Teile gibt es Interessenten“, sagte ein anderer. Bis zum 18. Februar haben die Institute noch Zeit, unverbindliche Angebote abzugeben.

Die IKB war im Zuge der US-Hypothekenkrise in massive Schieflage geraten und musste von der gesamten Kreditwirtschaft gerettet werden. Sparkassen, Genossenschaftsbanken und private Geldhäuser schirmten Risiken und tatsächlich entstandene Verluste von insgesamt gut sechs Mrd. Euro ab. Den größten Anteil an der Hilfsaktion trägt mit fast fünf Mrd. Euro die KfW.

Auf der Bilanz der IKB liegen aber immer noch Portfolien an forderungsbesicherten Wertpapieren von 6,3 Mrd. Euro. Gut die Hälfte davon besteht nach Angaben der IKB aus „besonders ausfallgefährdeten Aktiva“. Eine Milliarde Euro dieser Risiken trägt der Bankenpool aus Sparkassen, Genossen und privaten Banken. „Wenn sich die Märkte weiterhin so schlecht entwickeln wie in den vergangenen Wochen, würde die eine Milliarde Euro nicht reichen“, sagte ein Eingeweihter.

Am kommenden Mittwoch trifft sich der KfW-Verwaltungsrat in Berlin. Auf der Tagesordnung stünde auch das weitere Vorgehen im Verkaufsprozess der IKB, hieß es in den Kreisen.

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