Die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank ziehen sich endgültig aus dem Rennen um die angeschlagene Mittelstandsbank IKB zurück. Das bestätigten Sprecher beider Banken am Donnerstag. Am selben Tag äußerte sich auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zu dem Thema.
HB FRANKFURT. Das Interesse der Genossen war wegen der anhaltend angespannten Lage bei der IKB
zuvor schon deutlich gesunken. Von einigen Interessenten hieß es, dass die im Rahmen des Verkaufsprozess verschickten Unterlagen nur spärliche Details zur Lage der IKB
enthielten.
Die staatliche Förderbank KfW als IKB
-Großaktionär
hat nach milliardenschweren Hilfen für das Düsseldorfer Institut ihren rund 38-prozentigen Anteil zum Verkauf gestellt. Auch die Stiftung Industrieforschung, die rund zwölf Prozent hält, will ihre Beteiligung veräußern.
Bis Mitte Februar können Interessenbekundungen für die wegen Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt schwer angeschlagene IKB
abgegeben werden. Neben den genossenschaftlichen Instituten signalisierte zuletzt auch die Commerzbank
schwindendes Interesse an der IKB.
Die Deutsche Bank
hat dagegen bereits abgewunken. "Ich würde eine Übernahme der IKB
absolut ausschließen", sagte Institutschef Josef Ackermann am Donnerstag in Frankfurt. Doch auch ausländische Banken und Finanzinvestoren gelten als Interessenten.

