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20.03.2008 
Aktien fällt

KfW muss neue IKB-Löcher stopfen

Die schwer angeschlagene Mittelstandsbank IKB muss wegen neuer Abschreibungen ein weiteres Mal von der staatlichen Großaktionärin KfW gestützt werden. Die Förderbank schießt dem Düsseldorfer Institut zusätzliche 450 Mill. Euro zu, um neue Löcher zu stopfen. Der Verkauf der IBK wird immer schwieriger.

 IKB-Logo am Hauptsitz in Düsseldorf. Foto: apLupe

IKB-Logo am Hauptsitz in Düsseldorf. Foto: ap

HB FRANKFURT. Damit ist das jüngste Hilfspaket von 2,3 Mrd. Euro praktisch ausgeschöpft. Wie die IKB am Donnerstag mitteilte, ist wegen des Preisverfalls in Folge der Finanzkrise zudem der geplante Verkauf der risikobehafteten Wertpapiere aus dem Portfolio der Bank vorerst gestoppt worden. Damit droht Finanzkreisen zufolge auch eine Verzögerung des gesamten IKB -Verkaufs, was der KfW neue Probleme bereiten könnte.

Für die KfW entwickelt sich ihre rund 43-prozentige Beteiligung an der wegen Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt in Schieflage geratenen IKB damit immer mehr zu einem Fass ohne Boden. An den drei Hilfspaketen für die Bank im Gesamtvolumen von mehr als 8,5 Mrd. Euro trägt die KfW den Löwenanteil. In der Politik kamen angesichts der neuen Löcher bei der IKB umgehend Forderungen nach einem Ende weiterer staatlicher Geldspritzen für die Bank auf. "Es darf keine weiteren Mittel aus dem Bundeshaushalt geben", sagte der Haushaltsexperte der Unions -Fraktion, Steffen Kampeter. Jetzt müsse die KfW selbst für ihr eigenes Missmanagement bei der IKB geradestehen.

Bereits im Februar hatte die Förderbank wegen neuer Abschreibungen auf die IKB -Wertpapiere 600 Mill. Euro zugeschossen. Am kommenden Donnerstag soll auf der Hauptversammlung zudem eine Kapitalerhöhung über 1,5 Mrd. Euro beschlossen werden, von der mindestens 1,2 Mrd. Euro von der KfW getragen werden. Das Geld wird dem Institut direkt vom Bund zugeführt.

Die staatliche Förderbank steht angesichts der neuen Löcher bei der IKB unter Druck, ihre Beteiligung zügig zu verkaufen. Zugleich ist aber fraglich, ob es auch zu einem attraktiven Angebot kommt. Derzeit prüfen mehrere Interessenten die Bücher der Krisenbank. Der Bund rechnet mit einem Verkaufserlös von rund 800 Mill. Euro und hat diese Summe bei der Finanzierung des jüngsten Rettungspakets einkalkuliert.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Verkauf der Mittelstandsbank könnte verschoben werden

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