Bisherige Hilfen wären verpulvert, würde die schwer angeschlagene Mittelstandsbank IKB
nicht weiter unterstützt. Davon geht der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz aus und setzt sich damit für weitere Staatshilfen für die Bank ein.
HB FRANKFURT. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Franz: "Der Staat schon viel Mittel hereingepumpt, das wäre ja dann herausgeschmissenes Geld." Allerdings sei er dagegen, dass der Staat bei jeder Bankenkrise sofort einspringt. Nach Ansicht von Franz dürfen die Banken nicht zu sorglos sein, "und immer nur darauf setzen können, na ja, der Staat wird im Zweifelsfall schon helfen".
Der Staat müsse den optimalen Zeitpunkt abwarten. Den Geldinstituten empfahl der Wirtschaftsweise: "Die Banken müssen auch heilsame Lehren aus der Krise ziehen." Die IKB
hatte am Donnerstag neue Belastungen eingeräumt. Der Verlust im laufenden Geschäftsjahr werde sich wegen zusätzlicher Abschreibungen auf rund 800 Millionen erhöhen, hieß es. Das sind bis zu 250 Millionen mehr als bislang erwartet. Die staatliche KfW -Bankengruppe
schoss weitere 450 Millionen Euro Kapital zu, das war laut IKB
bereits in einem Mitte Februar geschnürten Rettungspaket vorgesehen.

