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27.03.2008 
Glos sieht Bundesregierung nicht in der Pflicht

IKB baut ihr Management um

Die angeschlagene Mittelstandsbank IKB hat kurz vor ihrer Hauptversammlung am Donnerstag einen neuen Vorstand berufen und einen neuen Kandidaten für den Aufsichtsrat gefunden. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sieht derzeit keine Notwendigkeit, den Verkauf der angeschlagenen Industriebank IKB durch Mittel der Bundesregierung zu stützen.

Das Logo der IKB: Am Donnerstag findet das Aktionärstreffen der angeschlagenen Mittelstandsbank statt. Foto: dpaLupe

Das Logo der IKB: Am Donnerstag findet das Aktionärstreffen der angeschlagenen Mittelstandsbank statt. Foto: dpa

ben/HB FRANKFURT. Andreas Leimbach übernehme zum 1. April im Vorstand die Verantwortung für das Firmenkundengeschäft, teilte die Düsseldorfer Bank am Mittwoch mit. Bisher hatte der Vorstandsvorsitzende Günther Bräunig das Firmenkundensegment der IKB übergangsweise geleitet. Zudem schlägt die IKB den Aktionären Dieter Pfundt als neues Aufsichtsratsmitglied vor. Dieser ist persönlich haftender Gesellschafter des an der IKB beteiligten Bankhauses Sal. Oppenheim und dort für das Investmentbanking zuständig.

Pfundt soll offenbar die Stelle im den Aufsichtsgremium übernehmen, die ursprünglich für Ex-Bundesbanker Edgar Meister vorgesehen war. Dieser hatte der wegen Fehlspekulationen Bank am US-Hypothekenmarkt fast umgefallene und mit Staatsgeld geretteten Bank im Februar nur vier Tage nach der Nominierung abgesagt.

Pfundt soll an diesem Donnerstag von der mit Spannung erwarteten Hauptversammlung gewählt werden. Er rückt in schwieriger Zeit in des Gremium auf, dass sich harsche Kritik anhören muss. Der Vorwurf: Die Aufseher hätten des Schieflage der lange als Perle des deutschen Bankensektors geltenden Instituts frühzeitig bemerken müssen.

Erwartet wird eine hitzige Auseinandersetzung zwischen dem Management und den Aktionären. Die Anteilseigner mussten miterleben, wie der Aktienkurs in der Krise auf weniger als ein Siebtel einbrach.

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